Warum den sozialwissenschaftlichen Zweig wählen?

Warum den sozialwissenschaftlichen Zweig wählen?

Schülerinnen sagen dazu:

 

Warum den sozialwissenschaftlichen Zweig wählen?

Informationen zum Sozialwissenschaftlichen Gymnasium

Am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (G9) stehen die Fächer Politik und Gesellschaft sowie Sozialpraktische Grundbildung im Vordergrund.

 

Während Politik und Gesellschaft grundlegende Kenntnisse im gesellschaftlichen und politischen Bereich bereitstellt, bietet die Sozialpraktische Grundbildung die Möglichkeit, sich intensiv praxisorientiert mit wichtigen sozialen Fragestellungen auseinander zu setzen.

 

Ab der 8. Jahrgangsstufe taucht das erste neue Fach auf der Stundentafel auf: Politik und Gesellschaft mit insgesamt vier Wochenstunden. In den Jahrgangsstufen 9 und 10 wird es zweistündig unterrichtet und in der 11. Jahrgangsstufe dreistündig. Es ist als Profilfach ein Hauptfach, in dem Schulaufgaben geschrieben werden. Politik und Gesellschaft hat die Aufgabe, ein fundiertes Wissen über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge zu vermitteln und das Verständnis dafür zu vertiefen.

Je nach Jahrgangsstufe werden politische und gesellschaftliche Systeme, politische Institutionen, ihr Zusammenwirken und Machtstrukturen zunehmend reflektiert betrachtet. Die Schülerinnen sollen so einen Orientierungsrahmen erhalten, durch den sie zu einer fundierten Einordnung von aktuellen politischen Ereignissen und einer kritischen Auseinandersetzung befähigt werden.

 

Ab der 9. Jahrgangsstufe kommt dann das zweite neue Fach hinzu: die Sozialpraktische Grundbildung (SpG) mit zwei Wochenstunden. Dies bleibt in den weiteren Jahrgangsstufen gleich. Es ist als Profilfach ebenfalls vorrückungsrelevant. Vor allem das eigene Tun der Schülerinnen, also der Praxisbezug, soll in diesem Fach im Vordergrund stehen. In SpG soll verstärkt versucht werden auch neue Lernwege einzuschlagen, beispielsweise Raum für Exkursionen, Projektarbeit, entdeckendes Lernen usw. zu bieten, um die Methoden- und Urteilskompetenz, sowie die Sozial- und Selbstkompetenz der Schülerinnen zu fördern. In dem Profilfach werden die Inhalte aus Politik und Gesellschaft, oft mit Blick auf die eigene individuelle Entwicklung, vertieft.

 

So erhalten die Schülerinnen zusätzliche Kenntnisse und praktische Erfahrungen zu psychologischen und pädagogischen Grundlagen, sowie zu den Rahmenbedingungen für die soziale und politische Arbeit und damit einen vertieften Einblick in die gesellschaftliche Wirklichkeit. Es geht darum, den Menschen in seiner Entwicklung als gesellschaftliches Wesen zu verstehen. Wer prägt uns? Welchen Einfluss haben Familie, Freunde, Schule, Vereine? Wie ist unser Sozialstaat aufgebaut, welche Kritikpunkte gibt es? Solche und viele weitere Themen sind Gegenstand des Unterrichts und der stattfindenden Diskussionen.

 

Beide Fächer – Politik und Gesellschaft und Sozialpraktische Grundbildung - sollen also wesentlich zur Erziehung zu einer verantwortlichen Mitwirkung in der Demokratie, zu sozialer Wertorientierung und Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Die Schülerinnen haben durch den vertieften Einblick sehr gute Voraussetzungen zu mündigen Staatsbürgerinnen zu werden, die von der Demokratie überzeugt sind, für diese einstehen und aktiv an ihr teilhaben.

 

So wird durch diesen Zweig der Bildungsauftrag der Bayerischen Verfassung in ganz besonderer Weise erfüllt, wonach die Schulen „ … nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden“ (Artikel 131, Bayerische Verfassung) sollen.

 

Praxisorientierung des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums

Ein besonderer Vorzug des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums ist es, dass man in den genannten Profilfächern wirklich einmal Zeit hat: Zeit für intensive Diskussionen und Zeit für besondere Projekte und außerunterrichtliche Aktivitäten. Einige Beispiele findet man auf der MWS-homepage. Viele Klassen haben beispielsweise schon an Wettbewerben zur politischen Bildung teilgenommen, den Bayerischen Landtag besucht oder waren Gast bei einer Podiumsdiskussion zwischen Politikern.

 

Des Weiteren gibt es noch eine Besonderheit, die nur das Sozialwissenschaftliche Gymnasium zu bieten hat: Ein verpflichtendes Sozialpraktikum, das eine direkte Verbindung des Gymnasiums zur Berufswelt herstellt und eine wichtige Chance zur beruflichen Orientierung bietet. Außerdem ist es eine tolle Chance für Schülerinnen, sich auch persönlich weiterzuentwickeln, indem sie durch eigenes aktives Engagement in einer sozialen Einrichtung die soziale Wirklichkeit erleben und den Nutzen von sozialem Engagement erkennen.

 

Es ist ein insgesamt 15-tägiges Sozialpraktikum vorgeschrieben, das bis zum Ende der 11. Jahrgangsstufe abgeleistet sein muss, dies ist die Voraussetzung für den Eintritt in die Oberstufe. Das Maria-Ward-Gymnasium hat ein sehr freies Praktikums-Modell, bei dem die Schülerinnen sich selbst einen Praktikumsplatz suchen, natürlich immer in Absprache mit der zuständigen Lehrkraft. Mögliche Bereiche sind hierbei Betreuungseinrichtungen für Kinder, Einrichtungen der Jugendbildung und der Jugendsozialarbeit, Integrationsarbeit, Krankenhäuser, Altenheime und viele mehr.

 

Stundentafel des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums (SWG)

 

8. Klasse

9. Klasse

10. Klasse

11. Klasse

Politik und Gesellschaft

3 +1 (Profilstunde)

2

2

3

Sozialpraktische Grundbildung

-

2

2

2

Wichtiges zur Zweigwahl: Die gymnasialen Zweige beziehen sich nur auf die Jahrgangsstufen 8 bis 11 und unterscheiden sich nur in wenigen Wochenstunden – alle Zweige führen zur „Allgemeinen Hochschulreife“ (Abitur). Die Zweigwahl legt NICHT automatisch fest, in welchem Fach man Abitur schreibt! Daher sollte die Wahl nach persönlichen Vorlieben getroffen werden.

 

Ausschnitt aus dem LehrplanPLUS zu den Inhalten

 

8. Jahrgangsstufe Politik und Gesellschaft

 

  • -- Die Jugendphase bewusst erleben und gestalten
  • -- Gesellschaftliche Grundwerte und soziale Normen reflektieren
  • -- Sich im Leben orientieren – Vorbilder, Idole und Influencer hinterfragen
  • -- Politik als Gestaltungsmittel für das Zusammenleben verstehen 
    (z.B.: jugendnahe aktuelle politische Herausforderungen und Fragestellungen; Möglichkeiten des Engagements Jugendlicher im  politischen  Raum … )
  • -- Grenzüberschreitende Zusammenarbeit vor Ort untersuchen …


9. Jahrgangsstufe Sozialpraktische Grundbildung

 

  • -- Erziehung als Hilfe zur Persönlichkeitsentwicklung verstehen
  • -- Inklusion und Integration als gemeinsame Aufgabe begreifen
  • -- Freizeit und Medienkonsum reflektiert gestalten
  • -- Die natürlichen Lebensgrundlagen wertschätzen und verantwortungsbewusstes Konsumverhalten entwickeln
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