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Siegerehrung

Urkunde

 

Bericht

MWS-Schülerinnen für ein freundschaftliches Miteinander in Europa

 

Auszeichnung der 7c des MWS-Gymnasiums bei der festlichen Preisverleihung des Wettbewerbs „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn. Wir in Europa“ in Bayerisch Eisenstein

 

(Nachtrag aus dem Schuljahr 2016/17)

 

In Bayerisch Eisenstein wurden am Ende des Schuljahrs 2016/2017 die besten Beiträge zum Wettbewerb „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn. Wir in Europa“ ausgezeichnet, wobei besonders die bayerisch-tschechischen Beziehungen im Fokus standen.

„Ihr alle seid Brückenbauer für ein freundschaftliches Miteinander in Europa! Mit euren kreativen Beiträgen zum Wettbewerb ‚Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn. Wir in Europa‘ habt ihr euch auf kulturelle Spurensuche begeben und den bayerisch-tschechischen Beziehungen nachgespürt. Damit habt ihr einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und Zusammenwachsen in Europa geleistet“, betonte Staatssekretär Bernd Sibler, der die Auszeichnung der Preisträger übernahm.

Das diesjährige Wettbewerbsthema „Karl IV. – Böhmen, Bayern, Europa“ war in die Kategorien Kunst, Musik, Literatur, Spurensuche sowie Land und Leute in insgesamt vier Altersstufen unterteilt. Knapp 12.000 Schülerinnen und Schüler aus Bayern und den angrenzenden östlichen Nachbarstaaten hatten in diesem Schuljahr mit kreativen Beiträgen oder über eine Beteiligung am Wissensquiz an dem Wettbewerb teilgenommen. Die Klasse 7c des Maria-Ward-Gymnasiums erarbeitete einen Beitrag zur Kategorie Literatur der Altersstufe 2, der in weitere Unterkategorien eingeteilt war. In der Unterkategorie „Briefwechsel eines Nürnberger Kaufmanns mit seiner Ehefrau“ errang die Klasse den ersten Platz. Zur Preisverleihung in Bayerisch Eisenstein wurden zwei Schülerinnen mit der betreuenden Lehrkraft Angela Kalks eingeladen. Dort überreichte Staatssekretär Bernd Sibler den Schülerinnen Marlene Dölger und Alina Seubert die Siegerurkunde für den zweiten Platz der Gesamtkategorie Literatur in der Altersstufe 2.

Der Wettbewerbsbeitrag wurde im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts erarbeitet. Da die Kategorie Literatur gewählt wurde, bot sich eine Verbindung der Fächer Geschichte und Deutsch an. Die Schülerinnen stellten Jugendbücher mit historischem Hintergrund vor, wobei es im Rahmen des Faches Deutsch um die klassische Jugendbuchvorstellung ging. Im Rahmen des Faches Geschichte wurde der historische Hintergrund herausgearbeitet, wobei vor allem deutlich wurde, dass eine sorgsame Recherche bei historischen Jugendbüchern vonnöten ist. Dazu kommt, dass man den historischen Hintergrund in eine spannende und gut erzählte Geschichte packt. Nach diesem analytischen Teil folgte der kreative. Jetzt ging es um die Herausforderung zu dem Wettbewerbsthema den nötigen historischen Hintergrund zu recherchieren. Dazu wurde der Katalog der Landesausstellung zu Kaiser Karl IV. und die gut ausgestattete Schülerbücherei genutzt. Zuerst wurden Recherchen zum Reisen im Mittelalter angestellt, die Route der goldenen Straße wurde genau unter die Lupe genommen und es wurden Steckbriefe zu den Personen erstellt. In vier Gruppen wurde dann ein lebendiger und anschaulicher Briefwechsel zwischen einem Nürnberger Kaufmann und seiner Ehefrau ausgearbeitet. Eingereicht wurde unter anderem der Briefwechsel zwischen dem historisch belegbaren Nürnberger Patrizier Ulman Stromer mit seiner Frau Anna aus dem Jahre 1352, in den zahlreiche biografische Details einflossen. Außerdem bezieht der Briefwechsel diverse geografische Details ein und zeigt die Lebensumstände der Menschen in dieser Zeit, insbesondere die eines reisenden Kaufmanns.

Die Klasse 7c war sehr erfreut, als sie erfuhr, dass sie in der Unterkategorie den ersten Platz erhalten hatte. Das Preisgeld in Höhe von 200 Euro wurde für einen Ausflug während der Projektwoche verwendet. Zwei der Schülerinnen durften zur Preisverleihung nach Bayerisch Eisenstein. Dafür musste noch ein Plakat für die Ausstellung erarbeitet werden, an dem die ganze Klasse eifrig arbeitete. Marlene Dölger und Alina Seubert übernahmen es, den Beitrag auf der Abschlussveranstaltung zu präsentieren. Allein in der Altersstufe 2 wurden elf Beiträge präsentiert. Neben dem interessanten Einblick in die Arbeit der anderen Schulen gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm. Unter anderem erhielten die Preisträger und Preisträgerinnen eine Einführung in die tschechische Sprache, der Jugendbuchautor Jaromir Konecny hielt eine Lesung und es gab einen Ausflug ins Haus der Wildnis in Lindberg und einen Tagesausflug nach Klatovy. Krönender Höhepunkt war die Siegerehrung in der Arberlandhalle, bei der die deutschen, polnischen, rumänischen, slowenischen, tschechischen und ungarischen Preisträger und Preisträgerinnen geehrt wurden. Während der dreitägigen Abschlussveranstaltung wurden zahlreiche Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen, so dass das gegenseitige Verständnis im Rahmen dieser Veranstaltung gewachsen ist.

 

(Quelle: https://www.km.bayern.de/schueler/meldung/5374/preistraeger-setzen-sich-fuer-das-zusammenwachsen-in-europa-ein.html, bearbeitet und ergänzt von Angela Kalks)