Veranstaltungen
Die Maria Ward Schule informiert hier über vergangene und anstehende Termine, Veranstaltungen und Events.

Kommende Veranstaltungen
Schulinterne Veranstaltungen sind hell hinterlegt, Veranstaltungen für das Gymnasium gelb, für die Realschule beige. Öffentliche Veranstaltungen sind blau hinterlegt.
Von 16.30 bis 19.30 Uhr kommen Sie telefonsich mit den Lehrkräften in Kontakt. Die Buchung der Zeitfenster erfolgt nach Erhalt des Elternbriefes über das Elternportal
Am 14. Mai (Christi Himmelfahrt) und 15. Mai (Ausgleichstag für den Herbstmarkt) ist unterrichtsfrei.
Das MWS Open-Air am 3. Juli wird wieder ein Höhepunkt des Schuljahres!
Herzliche Einladung zu den Aufführungen am 22. und 23. Juli, jeweils um 19.00 Uhr.
Vergangene Veranstaltungen

„Nie wieder ist jetzt“ – Die 9. Klassen der Maria-Ward-Realschule auf Spurensuche in Dachau. Es ist ein strahlender Vormittag an diesem 22. April 2026. Die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel, die Bäume am Straßenrand stehen in voller Blüte und die frische Frühlingsluft trägt das Versprechen von neuem Leben in sich. Doch als die Schülerinnen der 9. Klassen der Maria-Ward-Realschule den Kiesweg der KZ-Gedenkstätte Dachau betreten, wirkt diese Idylle plötzlich wie ein schmerzhafter Widerspruch. Das fröhliche Vogelgezwitscher und das warme Licht stehen in einem fast unerträglichen Kontrast zu der grausamen Geschichte, die hinter den Zäunen und Mauern dieses Ortes lauert. Schon zu Beginn wurde die historische Schwere des Ortes durch ein altes Münchner Sprichwort verdeutlicht, das die damalige Angst der Bevölkerung zusammenfasste: „Lieber Gott, mach mich stumm, dass ich nicht nach Dachau kumm.“ Dachau war Teil eines gewaltigen Apparats aus rund 1.400 Lagern. Vor Ort erfuhren die Schülerinnen von einem perfiden System, das Menschen nach vermeintlicher „Nützlichkeit“ bewertete und ihnen durch unterschiedliche Aufgaben Überlebenschancen suggerierte, während andere systematisch vernichtet wurden. Besonders eindrücklich war die Darstellung der absurden Gegensätze innerhalb des KZ-Wirtschaftssystems: Während Häftlinge verhungerten, wurden Angora-Hasen gezüchtet, um edle Wolle für Soldatenkleidung zu gewinnen. Im Gegensatz dazu herrschte im Bombenräumungskommando die höchste Sterblichkeit. Gefangene mussten unter Lebensgefahr Blindgänger entschärfen. Die Schülerinnen hörten von Franz, einem Überlebenden, der ein halbes Jahr in diesem Kommando arbeitete und als einziger in der Gruppe nicht beim Entschärfen starb. Er weiß bis heute nicht, wie ihm das gelang. Gegen Ende des Krieges mussten vor allem russische Gefangene in Dachau Waffen produzieren – Waffen, mit denen im Anschluss ihr eigenes Land bombardiert wurde. Die nackten Zahlen zur Befreiung hinterließen tiefe Betroffenheit: Das Durchschnittsgewicht eines Häftlings betrug am Ende lediglich 37 kg. Kritisch wurde auch die Gedenkkultur selbst beleuchtet. Lange Zeit wurden Opfergruppen wie Homosexuelle oder als „asozial“ stigmatisierte Menschen in der offiziellen Erinnerung ausgegrenzt. Für die Mädchen schwierig nachzuvollziehen, da die Häftlinge aufgrund der Ausgrenzung durch die Nationalsozialisten erst im Konzentrationslager landeten. Der Besuch verdeutlichte den Schülerinnen den elementaren Unterschied zwischen Staatsformen: Während eine Diktatur auf Angst basiert, lebt eine Demokratie von Vertrauen und Pluralismus. Der Satz „Nie wieder ist jetzt“ bleibt eine dauerhafte Verpflichtung. Als junge Frauen tragen die Schülerinnen dieses Bewusstsein nun in die Zukunft, um sicherzustellen, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen.
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Mitten im Altstadtfriedhof liegt der „Sternengarten” –ein stiller Ort voller Erinnerungen. Zwischen Blumen, bemalten Steinen und kleinen Figuren gedenken Familien aus Aschaffenburg und Umgebung ihrer Kinder, die viel zu früh gestorben sind. Der Garten entstand auf Wunsch betroffener Eltern gemeinsam mit dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Aschaffenburg. Seitdem ist er ein geschützter Platz für Trauer, Trost und Begegnung geworden. Am Dienstag, 21.4.26, waren Schülerinnen der Klasse 10 B der Maria-Ward-Realschule dort – begleitet von Johannes Pfaff vom Kinderhospizdienst. Mit großer Sorgfalt entfernten sie Laub aus den Beeten, gossen die Pflanzen vom nahen Brunnen und gingen achtsam mit den persönlichen Erinnerungsstücken um. Als eigenes Zeichen legten sie selbst bemalte Muscheln am Rand des Sternenfeldes nieder. In einem stillen Gebet gedachten die Schülerinnen der verstorbenen Kinder, ihrer Eltern und Geschwister. „Der Sternengarten ist ein Ort, an dem Trauer sichtbarsein darf – und Familien spüren, dass sie nicht allein sind”, sagte Johannes Pfaff. „Solche Begegnungen mit Jugendlichen zeigen, wie wertvoll Mitgefühl und gemeinsames Erinnern sind.” Für die Schülerinnen wurde der Besuch zu einer tiefen Erfahrung. Beim anschließenden Eis tauschten sie ihre Eindrücke aus – bewegt davon, wie viel Kraft in kleinen Gesten liegt. Der Sternengarten lebt weiter durch all diese Berührungen.

Wie vielfältig, spannend und zukunftsreich eine Ausbildung im Handwerk sein kann, erfuhren die Schülerinnen der Maria-Ward-Schule Aschaffenburg im Rahmen ihrer Berufsorientierung aus erster Hand. Mit einer gelungenen Kombination aus Information, Praxisnähe und Ausblick auf kommende Veranstaltungen rückte das Thema „Ausbildung und Perspektiven im Handwerk“ in den Mittelpunkt des Schulalltags.
Am Freitag, 27. März 2026, fand dazu ein schulinterner Vortrag statt, der gezielt die Neugier der Jugendlichen weckte. Als Referenten konnten mit Kreishandwerksmeister Matthias Kreß und Jacqueline Gehrmann, Ausbildungsakquisiteurin und Karriereberaterin der HWK, zwei ausgewiesene Fachleute gewonnen werden. Gemeinsam vermittelten sie den Schülerinnen ein lebendiges Bild der handwerklichen Berufswelt – fernab von Klischees und mit vielen konkreten Einblicken aus der Praxis.
Zunächst nahmen die 8. Klassen des Gymnasiums von 10:25 bis 11:10 Uhr an der Veranstaltung teil, im Anschluss wurden die Schülerinnen der Realschule informiert. Anschaulich und authentisch zeigten die Referenten auf, welche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten eine Ausbildung im Handwerk bietet – von kreativen Tätigkeiten bis hin zu technischen Berufen mit besten Zukunftsaussichten.
Dabei wurde deutlich: Das Handwerk ist modern, vielseitig und bietet hervorragende Karriereperspektiven. Ob als Einstieg in die Berufswelt, als Grundlage für eine spätere Selbstständigkeit oder als Sprungbrett für Weiterqualifizierungen – die Möglichkeiten sind ebenso breit gefächert wie die Berufe selbst.
Ein besonderes Augenmerk lag auch auf der Ankündigung einer praxisnahen Folgeveranstaltung: der „Jobmeile des Handwerks“ der Kreishandwerkerschaft Aschaffenburg. Diese findet am Samstag, 18. April 2026, von 9:00 bis 14:00 Uhr auf dem Gelände des Bildungszentrum der Handwerkskammer Aschaffenburg statt.
Dort haben die Jugendlichen die Gelegenheit, rund 50 verschiedene Handwerksberufe hautnah kennenzulernen. Meister, Ausbilder und Auszubildende stehen für Gespräche bereit, beantworten Fragen und geben spannende Einblicke in ihren Berufsalltag. So wird Berufsorientierung greifbar – und vielleicht auch zur Inspiration für den eigenen Lebensweg.
Mit solchen Angeboten zeigt die Schule einmal mehr, wie wichtig ihr eine fundierte und praxisnahe Werte- und Berufsorientierung ist. Für viele Schülerinnen dürfte der Blick ins Handwerk an diesem Tag neue Türen geöffnet haben – und vielleicht sogar erste Ideen für die eigene Zukunft geweckt haben.

Kurz vor Beginn der Osterferien wurde es in der St. Gertrud noch einmal besonders feierlich und zugleich nachdenklich: Die rund 1000 Schülerinnen der Maria-Ward-Schule Aschaffenburg versammelten sich am Freitag, 27. März 2026, zu zwei vorösterlichen Gottesdiensten. Zunächst nahmen die Schülerinnen der Mädchenrealschule Platz, im Anschluss folgten die Gymnasiastinnen – und alle erlebten eine eindrucksvolle Stunde der Besinnung.
Im Mittelpunkt stand ein Thema, das aktueller kaum sein könnte: Vergebung. Vorbereitet und gestaltet wurde der Gottesdienst von Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe. Mit viel Einfühlungsvermögen und Nähe zum eigenen Alltag gelang es ihnen, die Bedeutung von Versöhnung greifbar zu machen.
Denn Konflikte und Missverständnisse gehören zum Leben – das wurde in eindrücklichen Beispielen aus dem Alltag der Schülerinnen deutlich. Ob Streit in der Familie, Spannungen in der Klasse oder Unstimmigkeiten im Freundeskreis: Die Jugendlichen zeigten auf, wie schnell solche Situationen entstehen können, aber auch, wie wichtig es ist, Wege aus ihnen heraus zu finden. Vergebung und Versöhnung wurden dabei als zentrale Schritte dargestellt, um sowohl mit sich selbst als auch mit anderen neu und gestärkt umzugehen.
Besonders eindrucksvoll war die Botschaft der „seelischen Hygiene“: Wer loslassen, verzeihen und neu beginnen kann, schafft die Grundlage für echte Gemeinschaft. Frieden zu stiften – im Kleinen wie im Großen – wurde so als gemeinsame Aufgabe aller erlebbar.
Unterstrichen wurde dies durch passende biblische Texte, Gebete und Lieder, die die Themen Konfliktlösung und Aussöhnung aufgriffen. Immer wieder wurde dabei auch der Blick auf das eigene Handeln gelenkt: Jeder Mensch macht Fehler und ist zugleich auf die Vergebung anderer angewiesen. Das Vertrauen auf den liebenden Gott, der uns annimmt trotz unserer Fehler und Schwächen spielte eine zentrale Rolle und bot vielen einen zusätzlichen Anker der Orientierung.
Ein besonders bewegender Moment entstand am Ende des Gottesdienstes: Beim Friedensgruß und dem gemeinsamen Vaterunser fassten sich alle an den Händen. Für einen Augenblick wurde aus vielen Einzelnen ein starkes „Wir“ – spürbar, verbindend und ermutigend.
So gingen die Schülerinnen nicht nur mit Vorfreude, sondern auch innerlich gestärkt in die Osterferien – mit dem Bewusstsein, dass Versöhnung möglich ist und Gemeinschaft dort wächst, wo Menschen bereit sind, einander die Hand zu reichen.