Veranstaltungen
Die Maria Ward Schule informiert hier über vergangene und anstehende Termine, Veranstaltungen und Events.

Kommende Veranstaltungen
Schulinterne Veranstaltungen sind hell hinterlegt, Veranstaltungen für das Gymnasium gelb, für die Realschule beige. Öffentliche Veranstaltungen sind blau hinterlegt.
Das MWS Open-Air am 3. Juli wird wieder ein Höhepunkt des Schuljahres!
Herzliche Einladung zu den Aufführungen am 22. und 23. Juli, jeweils um 19.00 Uhr.
Vergangene Veranstaltungen

Perfektes Laufwetter begrüßte am Freitag, 8. Mai 2026, eine begeisterte Schar junger Sportlerinnen der Maria-Ward-Schule. Am blauen Klavier im Schöntal versammelten sich die Schülerinnen, die Startnummern und MWS-Laufshirts bereits am Vortag erhalten hatten. Die aufgeregten Gesichter spiegelten die Vorfreude wider, während Gruppenfotos gemacht wurden und das Aufwärmen begann. 55 Mädchenzeigten auf der grünen Wiese eine konzentrierte Ernsthaftigkeit, denn Verletzungen sollten vermieden werden.
Die zwei Schülerläufe starteten pünktlich: Um 16:30 Uhr liefen die Jahrgänge 2016–2020, um 17:00 Uhr die Jahrgänge 2011–2013. Im Ziel warteten erschöpfte, aber glückliche Teilnehmerinnen auf ihre Belohnung: Der Elternbeirat der Maria-Ward-Schule übergab jeder Läuferin eine kleine Trinkflasche als Dankeschön.
In der Stadt herrschte wie jedes Jahr eine ausgelassene, mitreißende Atmosphäre. Überall sah man sportliche Energie, Gespräche drehten sich um die Läufe, und die Vorfreude auf das nächste Jahr war deutlich spürbar. Die Siegerehrung um 18:00 Uhr setzte dem Event die Krone: Zwei Mädchen durften sich über Platzierungen auf dem Siegertreppchen freuen. Christiane Heininger (8C Realschule) gewann in der Altersklasse 15 den ersten Platz, Annabelle Kormannaus der Klasse 5a des Gymnasiums belegte in der Altersklasse W11 den zweiten Platz.
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen für ihren Einsatz und ihre Leidenschaft für den Sport und ein großes Dankeschön den Sportlehrkräften und dem Elternbeirat für die Vorbereitung und Unterstützung!

Im April 2026 fand das dritte und abschließende Treffen des aktuellen Erasmus+ -Projekts zum Thema Fahrrad in Montélimar, Südfrankreich, statt. Das Maria-Ward-Gymnasium, das seit Jahren erfolgreich von der EU kofinanzierte Austauschprojekte durchführt, entsandte 17 Schülerinnen der 10. und 11. Klasse – alle hatten die Wahl, entweder nach Belgien oder Frankreich zu reisen.
Nach einer reibungslosen Zugfahrt empfing das sonnige Montélimar die Gruppe mit offener Vorfreude. Bevor das offizielle Programm begann, erkundeten die Schülerinnen am Familientag gemeinsam mit ihren Austauschpartnerinnen die nähere und weitere Umgebung.
Ab Montag tauchten die Gäste in den typisch französischen Schulalltag ein – mit Unterricht bis in den späten Nachmittag. Neben dem regulären Stundenplan standen kreativ-praktische Aktivitäten rund um das Thema Fahrrad auf dem Programm: In einem Workshop berechneten die Teilnehmerinnen, wie viel Energie durch verschiedene körperliche Aktivitäten erzeugt wird. Ein besonderes Highlight war dabei ein Fahrrad-Smoothiemaker, bei dem durch das Treten der Pedale ein Mixer angetrieben wurde – und das Obst zu einem köstlichen Smoothie verarbeitet wurde.
Ein unvergessliches Erlebnis war der Ausflug zur Velorail im Norden der Ardèche. In Gruppen von fünf „radelten“ dieJugendlichen in Draisinen auf einer stillgelegten Bahnstrecke 12 Kilometer durch ein malerisches Tal. Die Rückfahrt erfolgte im historischen Zug mit offenem Waggon – ein Erlebnis, das alle begeisterte.
Um die Motivation fürs Radfahren nachhaltig zu fördern, gestalteten die Schülerinnen in Teamarbeit kreative Poster, die zum Radfahren animieren sollen. Diese werden in den kommenden Wochen im Maria-Ward-Gymnasium ausgestellt.
Kulturelle Höhepunkte waren eine Stadtrallye durch Montélimar mit Empfang im Rathaus sowie Ausflüge nach Grignan (mit Führung durch das prächtige Schloss) und nach Avignon (Besuch des Papstpalasts und der Altstadt).
Die Woche bot den Schülerinnen nicht nur die Möglichkeit, Freundschaften zu vertiefen und die französische Kultur hautnah zu erleben, sondern auch, Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch spürbar zu verbessern. Ein zentrales Ziel der Erasmus+ -Projekte – Verständnis für die Vielfalt in der EU – wurde so lebendig umgesetzt.
Die Rückreise verlief dank fast pünktlicherZüge ebenfalls problemlos. Private Anschlussbesuche sind bereits in Planung, was dank der guten Zugverbindung einfach umzusetzen ist. So rückt Europa wiederein Stück näher zusammen – ganz nach dem Motto:
„Geeint in Vielfalt“ – „Unie dans la diversité“ – „In verscheidenheid verenig“– „United in diversity“

„Nie wieder ist jetzt“ – Die 9. Klassen der Maria-Ward-Realschule auf Spurensuche in Dachau. Es ist ein strahlender Vormittag an diesem 22. April 2026. Die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel, die Bäume am Straßenrand stehen in voller Blüte und die frische Frühlingsluft trägt das Versprechen von neuem Leben in sich. Doch als die Schülerinnen der 9. Klassen der Maria-Ward-Realschule den Kiesweg der KZ-Gedenkstätte Dachau betreten, wirkt diese Idylle plötzlich wie ein schmerzhafter Widerspruch. Das fröhliche Vogelgezwitscher und das warme Licht stehen in einem fast unerträglichen Kontrast zu der grausamen Geschichte, die hinter den Zäunen und Mauern dieses Ortes lauert. Schon zu Beginn wurde die historische Schwere des Ortes durch ein altes Münchner Sprichwort verdeutlicht, das die damalige Angst der Bevölkerung zusammenfasste: „Lieber Gott, mach mich stumm, dass ich nicht nach Dachau kumm.“ Dachau war Teil eines gewaltigen Apparats aus rund 1.400 Lagern. Vor Ort erfuhren die Schülerinnen von einem perfiden System, das Menschen nach vermeintlicher „Nützlichkeit“ bewertete und ihnen durch unterschiedliche Aufgaben Überlebenschancen suggerierte, während andere systematisch vernichtet wurden. Besonders eindrücklich war die Darstellung der absurden Gegensätze innerhalb des KZ-Wirtschaftssystems: Während Häftlinge verhungerten, wurden Angora-Hasen gezüchtet, um edle Wolle für Soldatenkleidung zu gewinnen. Im Gegensatz dazu herrschte im Bombenräumungskommando die höchste Sterblichkeit. Gefangene mussten unter Lebensgefahr Blindgänger entschärfen. Die Schülerinnen hörten von Franz, einem Überlebenden, der ein halbes Jahr in diesem Kommando arbeitete und als einziger in der Gruppe nicht beim Entschärfen starb. Er weiß bis heute nicht, wie ihm das gelang. Gegen Ende des Krieges mussten vor allem russische Gefangene in Dachau Waffen produzieren – Waffen, mit denen im Anschluss ihr eigenes Land bombardiert wurde. Die nackten Zahlen zur Befreiung hinterließen tiefe Betroffenheit: Das Durchschnittsgewicht eines Häftlings betrug am Ende lediglich 37 kg. Kritisch wurde auch die Gedenkkultur selbst beleuchtet. Lange Zeit wurden Opfergruppen wie Homosexuelle oder als „asozial“ stigmatisierte Menschen in der offiziellen Erinnerung ausgegrenzt. Für die Mädchen schwierig nachzuvollziehen, da die Häftlinge aufgrund der Ausgrenzung durch die Nationalsozialisten erst im Konzentrationslager landeten. Der Besuch verdeutlichte den Schülerinnen den elementaren Unterschied zwischen Staatsformen: Während eine Diktatur auf Angst basiert, lebt eine Demokratie von Vertrauen und Pluralismus. Der Satz „Nie wieder ist jetzt“ bleibt eine dauerhafte Verpflichtung. Als junge Frauen tragen die Schülerinnen dieses Bewusstsein nun in die Zukunft, um sicherzustellen, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen.
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Mitten im Altstadtfriedhof liegt der „Sternengarten” –ein stiller Ort voller Erinnerungen. Zwischen Blumen, bemalten Steinen und kleinen Figuren gedenken Familien aus Aschaffenburg und Umgebung ihrer Kinder, die viel zu früh gestorben sind. Der Garten entstand auf Wunsch betroffener Eltern gemeinsam mit dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Aschaffenburg. Seitdem ist er ein geschützter Platz für Trauer, Trost und Begegnung geworden. Am Dienstag, 21.4.26, waren Schülerinnen der Klasse 10 B der Maria-Ward-Realschule dort – begleitet von Johannes Pfaff vom Kinderhospizdienst. Mit großer Sorgfalt entfernten sie Laub aus den Beeten, gossen die Pflanzen vom nahen Brunnen und gingen achtsam mit den persönlichen Erinnerungsstücken um. Als eigenes Zeichen legten sie selbst bemalte Muscheln am Rand des Sternenfeldes nieder. In einem stillen Gebet gedachten die Schülerinnen der verstorbenen Kinder, ihrer Eltern und Geschwister. „Der Sternengarten ist ein Ort, an dem Trauer sichtbarsein darf – und Familien spüren, dass sie nicht allein sind”, sagte Johannes Pfaff. „Solche Begegnungen mit Jugendlichen zeigen, wie wertvoll Mitgefühl und gemeinsames Erinnern sind.” Für die Schülerinnen wurde der Besuch zu einer tiefen Erfahrung. Beim anschließenden Eis tauschten sie ihre Eindrücke aus – bewegt davon, wie viel Kraft in kleinen Gesten liegt. Der Sternengarten lebt weiter durch all diese Berührungen.