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SANTO_Bericht

 

SANTO Bericht
 
SANTO? Was ist das denn? Schülerakademie? Bestimmt was für Streber!
Solche und ähnliche Kommentare bekamen wir oft zu hören, als wir von unserem neuen Seminar erzählten. Und - zugegeben – ähnliche Gedanken hatten sicherlich alle von uns am Anfang. Aber davon kamen wir ganz schnell ab und wurden eines besseren belehrt...
 
SANTO, das steht für “SchülerAkademie für Naturwissenschaften und Technik an der Oberstufe”. Dieses Projekt der IHK Aschaffenburg und des Gründerzentrums ZENTEC, hat es sich zum Ziel gemacht hat, Schüler Einblicke in naturwissenschaftliche Berufe, in die Wirtschaft und das Studium zu geben. An diesem Projekt nehmen 4 Gymnasien (das sind neben dem Maria-Ward Gymnasium noch das Spessart-Gymnasium Alzenau, das Hanns-Seidel-Gymnasium und das Hermann-Staudinger Gymnasium) und insgesamt 13 Unternehmen teil. Für uns Schüler bedeutet das, dass das W(issenschaftliche)-Seminar und das P(raxisorientierte)-Seminar kombiniert sind.
Für das P-Seminar, begleitet durch Frau Reidl, führten wir im Juli in vier 4er Gruppen ein Projekt, in einer uns zugeteilten Firma durch. So ging es bei der Firma Linde Material Handling um Lichtverhältnisse, bei AVG um Energetische Sanierungen, die Gruppe “TRW” behandelte mit selbiger Firma das Thema Farbe und Lacke und die 4. Gruppe arbeitete mit dem Unternehmen Weber Versuche an Klimaschränken aus. Auch die Seminararbeit (früher Facharbeit) dreht sich rund um die Themen, die wir mit “unseren” Firmen bearbeiteten. Diese wird im Rahmen des W-Seminars erstellt, das durch Frau Rieder-Zecha betreut wird.
Aber nicht nur die Arbeit mit den unterschiedlichen Unternehmen macht SANTO aus. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Aschaffenburg ist ein anderer, wichtiger Teil des SANTO-Projekts. Wir besuchten verschiedene Vorlesungen, durften Praktika durchführen und konnten ein Seminar zur Projektarbeit besuchen.
Das SANTO-Projekt bietet uns Schülerinnen viele Vorteile: Zum einen bekommen wir große Einblicke in die verschiedenen Firmen und erfahren durch die enge Zusammenarbeit auch was “hinter den Kulissen” vor sich geht. Zum anderen lernen wir wichtige Schlüsselkompetenzen kennen, die später im Beruf aber auch schon in der Ausbildung und im Studium unerlässlich sind.
Alles in allem, ist das SANTO-Projekt die perfekte Wahl für alle die sich für Naturwissenschaften interessieren. Man muss kein „Streber“ oder Überflieger in Physik, Bio, Chemie oder Mathe sein. Das Wichtigste ist Motivation und Interesse an diesen Themen.
 
                                   Anna Franz und Lina Müller
 
 
Weitere Informationen zu SANTO:
 
2010_SANTO_Bilder

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SANTO_Gesamtrückblick

 

SANTO: Die Schüler-Akademie für Naturwissenschaften und Technik in der Oberstufe
an der MWS – ein voller Erfolg
 
Im Rahmen der neu geschaffenen W- und P-Seminare in den Jahrgangsstufen 11 und 12 wurde an unserer Schule die Schüler-Akademie für Naturwissenschaften und Technik in der Oberstufe, kurz SANTO, mit großem Erfolg durchgeführt. (W-Seminar steht für wissenschaftspropädeutisches Seminar, P-Seminar für Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsfindung.)
Ziel dieses gekoppelten Seminars, es vereint das W- und das P-Seminar, war es, in einem Vierer-Team ein Projekt in einem Industriebetrieb durchzuführen und zu einem verwandten Thema eine Seminararbeit zu schreiben. Außerdem sollte wissenschaftliches Arbeiten erlernt und die Berufswahl erleichtert werden.
An unserer Schule nahmen 16 Schülerinnen unter der Leitung von Frau Reidl und Frau Rieder-Zecha an SANTO teil.
Die Auftaktveranstaltung fand am 21.09.2009 in der IHK statt. Dort präsentierten sich die Firmen den Schülern und Schülerinnen (außer der MWS nahmen auch das HSG Hösbach, das HSG Erlenbach und das Spessartgymnasium Alzenau an SANTO teil) und umgekehrt stellten die Schüler und Schülerinnen ihre Schulen den Firmen vor.
Es folgten Betriebsbesichtigungen bei den Firmen Linde, Weber, AVG und TRW, bei denen den Schülerinnen ein guter Einblick in den Herstellungsprozess bzw. Aufgabenbereich und den Berufsalltag der Firmen vermittelt wurde.
An der Hochschule Aschaffenburg besuchten die Schülerinnen in den Herbstferien ausgewählte Vorlesungen. Außerdem fanden dort diverse - speziell für sie veranstaltete - Praktika und Seminare statt: sie bekamen im Lauf des Schuljahres 2009/2010 eine Einführung zum Thema Signalverarbeitung mit dem Programm MATLAB, führten vielfältige Versuche zum Thema Optik durch und besuchten einen Workshop zum Thema Projektmanagement.
Darüber hinaus besuchte uns das Nano-Shuttle an der Schule, und die Schülerinnen erhielten einen Einblick in die Welt der Nano-Technologie. Außerdem fanden in unserer Schule verschiedene VorträgevonExperten zu den Themen Fahrzeugsicherheit, Energie und Lackierprozesse statt.
Auch zum Thema Berufswahl gab es diverse Veranstaltungen. So besuchten an einem Abend ehemalige Schülerinnen die Schule, um von ihrem beruflichen Werdegang zu berichten. Darüber hinaus  stellten die Schülerinnen des gesamten Jahrgangs in Kurzreferaten Berufe bzw. Studiengänge und Ausbildungen vor.Außerdem wurde die Berufs- und Studienwahl begleitet durch Assessment-Center, Bewerbungsgesprächs-Training und den Besuch der Buchmesse. Einige Schülerinnen nahmen am Programm „Schüler im Chefsessel“ teil.
Im Frühjahr 2010 teilten sich die Schülerinnen auf die 4 Firmen auf. Jeweils eine Vierergruppe besuchte für einen Arbeitstag die Lehrlingswerkstatt „ihrer“Firma und führte dort handwerkliche Arbeiten wie Bohren, Feilen, Löten oder Sägen aus.
Der Höhepunkt der Schüler-Akademie war ein dreitägiges Projekt in der jeweiligen Firma:
·        In der Firma AVG wurde ein Wohnhaus unter energetischen Gesichtspunkten analysiert und ein Energieausweis erstellt.
·        In der Firma TRW wurden Normabweichungen bei der Lackierung von Knie-Airbag-Abdeckkappen analysiertund Problemlösungen gesucht.
·        In der Firma Weber wurden Thermometer, Hygrometer und Barometer im Klimaschrank getestet und verschiedene Versuchsreihen durchgeführt.
·        In der Firma Linde wurden Versuche zur Beleuchtungstechnik gemacht und wurde eine optimale Arbeitsplatzbeleuchtung gesucht.
Dabei dokumentierte jede Schülerin das Projekt in einem Projekthandbuch.
Anschließend wurden die Projekte den Lehrern, den restlichen Schülerinnen und Firmenvertretern an zwei Nachmittagen präsentiert.
Außerdem erstellte jede Schülerin eine zehn- bis fünfzehnseitige Seminararbeit zu einem Thema, das eng mit dem bearbeiteten Projekt verwandt war.
Am 14.2.2011 fand an der Hochschule Aschaffenburg eine große Abschlussveranstaltung statt, bei der die Schüler und Schülerinnen aller vier teilnehmenden Schulen mit Posterpräsentationen ihre Projekte den anwesenden Firmenvertretern, Vertretern der IHK und weiteren geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft vorstellen durften.
Den krönenden Abschluss bildete die Prämierung des jeweils besten Posters jeder Schule. Den Preis für das beste Poster der Maria-Ward-Schule erhielten Leonie Martin, Theresa Schmitt, Sabine Reising und Lina Müller, die bei der Firma TRW die Normabweichungen bei der Lackierungvon Knie-Airbag-Abdeckkappen untersucht hatten.  Professor Mewes überreichte ihnen für ihre Arbeit vier Buchgutscheine.
Susanne Rieder-Zecha, Ulrike Reidl

 

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