Das Generationenprojekt der Maria-Ward-Schule Aschaffenburg
Stärkung der sozialen Kompetenz der Schülerinnen
Schule ist im allgemeinen Verständnis ein Ort des Wissens und des Lernens, den gezwungenermaßen jeder Mensch in Deutschland durchlaufen muss. Die Maria-Ward-Schulen stehen in der Tradition der großen Engländerin Maria Ward aus dem 17. Jahrhundert, die die Notwendigkeit der Bildungsmöglichkeit für Mädchen erkannte und in ihrer Zeit gegen heftigste Widerstände durchsetzte.
Die Maria-Ward-Schule gibt es in Aschaffenburg seit 1748. Den Maria-Ward-Schwestern, lange Zeit unter dem volkstümlichen Namen „Englische Fräulein“ bekannt, war es immer ein Anliegen, zeitgemäß, ja ihrer Zeit voraus zu sein. Zu dieser Tradition steht die Schule (heute Gymnasium und sechsstufige Realschule), die seit Januar 2008 die Maria-Ward-Stiftung als Träger hat, auch heute noch. Beraten durch die Herren Dr. Martin Schwab und Johannes Reuter von der Diözese Würzburg, überlegte sich der Stiftungsvorstand, zusammen mit Schulleitung, Mitarbeitervertretung, Elternbeirat und Schülermitverwaltung, was heute zu tun wäre, um der Maria-Ward-Schule ein Profil zu geben, das sie von anderen Schulen abhebt und gleichzeitig ein Zeichen in der Gesellschaft setzt.
Unsere Gesellschaft ist eine alternde Gesellschaft, und sie wird oft als sozial kalt bezeichnet. Eines der wesentlichen Erziehungsziele an Maria-Ward-Schulen ist jedoch die Befähigung unserer Schülerinnen zu Übernahme von Verantwortung in Kirche, Politik und Gesellschaft. Und so arbeiten wir daran, Senioren mehr in das schulische Leben zu integrieren. Lehrkräfte und Schülerinnen sind bemüht, Ideen der Integration zusammen-zutragen und Wege zu deren Umsetzung zu finden.
Derzeitiger Stand der Überlegungen:
- Einladung von Senioren der Stadt zu besonderen schulischen Veranstaltungen
- Lernen voneinander
Beides ist in Anfängen bereits geschehen und von Kunsterzieher Werner Kiesel als Projektleiter durchgeführt worden. Anderes ist noch in diesem Schuljahr vorgesehen. Erfreulicherweise liegt auch schon für das nächste Schuljahr ein Termin fest.
Wir haben vor, den für das Schuljahr 2009/10 vorliegenden Veranstaltungskalender des Projekts fortzuschreiben, denn wir sind überzeugt, dass unseren Schülerinnen und unseren engagierten Lehrkräften immer wieder Ideen kommen, wie man Senioren erfreuen, bzw. wie man sie mit ihrer Erfahrung und ihren Kenntnissen ins schulische Leben einbinden kann. Wir sehen beides als Gewinn für unsere Schülerinnen an.
Der Vorstand der Maria-Ward-Stiftung