Lateinkurs der Q 11
und die ewige Bahnfahrt! Am Mittwoch, dem 12. Mai 2010, um 16.25 Uhr fuhren wir, der Lateinkurs der Q 11 und unsere beiden Begleiterinnen - Frau Maria Karl und Frau Susanne Rieder-Zecha - mit einem völlig überfüllten ICE von Aschaffenburg nach München; hier gab es schon die erste Aufregung, denn unsere reservierten Plätze waren bereits besetzt.
Nach anfänglichem Widerstand bekamen wir dann doch die uns zustehenden Sitze. Abenteuerlich gestaltete sich die Reise jedoch erst so richtig ab 21 Uhr im Zug von München nach Roma/Termini.
Schon der Gedanke, die kommenden zwölf Stunden in einem unmodernen und unbeheizten Zug verbringen zu müssen, ließ uns mutlos werden. Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich: Schlafen wurde durch die unbequemen Sitze und durch häufiges Kontrollieren der Fahrkarten und Personalausweise geradezu unmöglich gemacht! Aber die Vorfreude auf Rom ließ uns die chaotische Nacht schnell vergessen.
Ein echter italienischer Cappuccino weckte uns richtig auf, und wir gingen in unser doch recht komfortables Hotel. Dann starteten wir mit dem ersten Programmpunkt, dem Trevi-Brunnen. Leider war dieser von Touristen so belagert, dass wir nicht dazu kamen, Münzen hinein zu werfen; dies war sehr bedauerlich, wenn man folgendes bedenkt: eine Münze - man wird nach Rom zurückkehren, zwei Münzen - man verliebt sich in einen Italiener, drei Münzen - man heiratet einen!
Dann ging es zum Colosseum und zum Forum Romanum. Beide Sehenswürdigkeiten zeigten sich im Sonnenschein von ihrer besten Seite. Die Größe und Pracht dieser Bauwerke zogen uns in ihren Bann und versetzten uns in vergangene Zeiten. Nach einigen Infos und dem doch etwas langen Marsch zur Engelsburg war es an der Zeit, nun das berühmte italienische Essen zu kosten.
Am nächsten Morgen besuchten wir nach einem reichhaltigen Frühstück (es gab viel leckeres Gebäck und einen tollen Cappuccino) den Petersdom, eine künstlerische Meisterleitung. Die vielen Statuen, Altäre und Papstgräber waren sehr beeindruckend. Aber wir wollten hoch hinaus, nämlich auf die Kuppel, die mit 320 Stufen recht anstrengend zu erklimmen war. Die Mühe hatte sich gelohnt, der Ausblick über die Stadt war großartig!
Bei der Fahrt mit dem Bus nach Tivoli zur Villa d’Este lernten wir Rom von einer anderen Seite kennen: heruntergekommene Wohnviertel reihten sich aneinander und vermittelten ein eintöniges, ödes Bild. Tivoli dagegen mit seinen grünen Hügeln und Olivenhainen überraschte uns. In der Parkanlage der Villa mit den vielen Springbrunnen und Grotten konnten wir uns erholen und die frische Luft außerhalb der lärmenden Großstadt Rom genießen.
An unserem letzten Tag waren wir trotz all dieser wunderbaren Eindrücke ziemlich genervt: zum einen schreckte uns die unglaublich lange Warteschlange vom Besuch der Vatikanischen Museen ab, zum anderen schüttete es den ganzen Tag. Mit einer dem Wetter angepassten Laune spazierten wir zum Pantheon, zur Piazza Navona und schließlich zur Spanischen Treppe. Auch die Shopping-Tour machte wenig Spaß, zumal wir schon an die Rückfahrt dachten, die um 19 Uhr beginnen und genauso anstrengend verlaufen sollte wie die Hinfahrt. Am Sonntag, dem 16. Mai 2010, um 9.30 Uhr erreichten wir erschöpft wieder Aschaffenburg; endlich zu Hause waren wir immer noch in Gedanken an die besonderen Erlebnisse in der ewigen Stadt …!
Gruppenarbeit der Q 11