Kilianiwallfahrt im Zeichen der Jugend vom bayerischen Untermain
Fest der Frankenheiligen: 1600 Schüler aus Aschaffenburg und Amorbach begeistern Diözesanbischof Friedhelm Hofmann im Würzburger Kiliansdom
Würzburg Die Jugend vom Untermain setzt bei der Kiliani-Wallfahrtswoche 2008 die Zeichen: Über 1600 Schüler der Maria-Ward-Schulen in Aschaffenburg und der Theresia-Gerhardinger-Realschule Amorbach machten im Kiliansdom deutlich, dass sich junge Menschen im Glauben begeistern lassen. "Die Kirche ist jung, das sehen wir sehr beeindruckend. Ich wünschte mir, dass der Dom immer so gut gefüllt ist ", sagte Diözesanbischof Friedhelm Hofmann bei seiner Begrüßung.
Die jugendliche Eroberung der Bischofsstadt hatte am Morgen begonnen, als sieben Busse aus Amorbach und ein Sonderzug aus Aschaffenburg in Würzburg eintrafen. Zu Beginn des Pontifikalgottesdienst im Dom war kein Platz mehr frei. Er stand wie die gesamte Wallfahrtswoche unter dem Thema: "Zur Hoffnung berufen". Wie gut das Motto auch auf die Gründungsgeschichten der Schulen aus Amorbach und Aschaffenburg passt, stellten die Schüler in einem kurzen Anspiel dar. "Wir leben von der Hoffnung", betonte Bischof Hofmann in seiner Predigt. Oft würden Hoffnungen durch Streit, Krankheit oder Tod zerstört. Doch wahr machen könne die Hoffnung weder ein Schicksal noch ein Zufall, sondern nur der Gott der Liebe. Deshalb sei es so wichtig, dass junge Menschen Liebe erfahren könnten. Auch die Frankenapostel, Maria Ward und Karolina Gerhardinger hätten sich von der Liebe tragen lassen.
Mit einer Reliquienprozession mit den Häuptern der Frankenapostel hatte der Diözesanbischof am Samstag die Kiliani-Wallfahrtswoche 2008 eröffnet. Ebenfalls am Samstag waren rund 45 Jugendliche und junge Erwachsene von Retzstadt (Kreis Main-Spessart) zu Fuß nach Würzburg gepilgert. Die Aschaffenburger Band "Zeitzeichen" führte zum Abschluss der Kiliani-Jugendwallfahrt am späten Samstagabend im Dom ihr Musical "Kilian, Kolonat und Totnan" auf.
Der Untermain steht auch heute im Mittelpunkt der kirchlichen Kilianifeiern. Im Dom werden um 9.30 Uhr die Wallfahrer aus den Dekanaten Alzenau, Aschaffenburg-Stadt, Aschaffenburg-Ost, Aschaffenburg-West, Miltenberg und Obernburg erwartet. Den Ponifikalgottesdienst hält der emeritierte Weihbischof und gebürtige Schimborner Helmut Bauer. Er zelebriert auch am Mittwoch die Messe im Kiliansdom für die Wallfahrer aus den Dekanaten Karlstadt und Lohr. rr/red
Main-Echo vom 08.07.2008