Auch im November ist Lachen erlaubt
Musiklehrerin Cornelia Hamidi gestaltet mit Schülerinnen zwei Kabarettabende in der Maria-Ward-Schule
Aschaffenburg. Die Natur erstirbt, die Anlässe zum Totengedenken sind zahlreich, das Wetter ist oft trüb: Der November gilt als Trauermonat. Dennoch muss nicht nur Tristesse herrschen, hat sich Cornelia Hamidi gesagt. Bewusst studierte die Musiklehrerin mit Schülerinnen zwei Kabarettabende ein, die Mitte November über die Bühne der Maria-Ward-Schule gehen.
Bekannt geworden ist Cornelia Hamidi mit Musical-Aufführungen, deren Musik und Arrangements sie selbst schrieb. Warum diesmal die Beschränkung auf Kabarett?
Weil die Menschen gerade in der dunklen Jahreszeit jeden Anlass zum Schmunzeln oder Lachen begrüßten. Und weil sie schon immer einen Sinn für Ironie und komische Situationen gehabt habe, berichtet die Lehrerin. »Kabarett greift Missstände auf, eher auf eine amüsante Weise. Auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt. Es sei Unterhaltung im besten Sinne, wenn Kabarett eine Situation in all ihrer Erbärmlichkeit erfasse und dem Publikum »al dente« serviere.
»Al dente« ist der Titel des Programms, das Bissiges und Amüsantes vereinigen soll. Sieben Schauspielerinnen werden in je drei bis acht Rollen zu sehen sein. Sechs Musikerinnen und zwei Tänzerinnen wirken in der Inszenierung mit. Drei weitere Schülerinnen bilden das Beleuchterteam. Außerdem sind Hausmeister und Lehrkräfte der Maria-Ward-Schule eingebunden: Roland Fuchs und Hans Difour (Bühnentechnik), Thomas Gommert (Ton) und Angelika Kolbert (Plakat). Cornelia Hamidi zeichnet mit ihrem Ensemble für Kostüme, Masken, Bühnenbild und Requisiten verantwortlich.
Die Vorlagen für die Sketche lieferten berühmte Kabarettisten und Humoristen wie Otto, Heinz Erhardt oder Gerhard Polt. Titel wie »Rechenaufgabe«, »Ungenügend«, »Abitur« oder »Latein lebt« zeigen, dass der Abend einen satirischen Blick auf den Schulalltag werfen wird. Aber nicht nur. Auch Beziehungsfragen, Sparpolitik und Führerscheinprüfung kämen aufs Tapet, kündigt Cornelia Hamidi an. Eines werde die Szenen und Musikstücke einen: Sie stammten allesamt »direkt aus dem Leben«. Musik gehöre für sie ebenfalls untrennbar zu einem Kabarettabend, der »nicht moralisieren, sondern unterhalten« wolle.
Die Mitwirkenden sind (in der Reihenfolge ihres Auftritts): Victoria Reuter, Kim Frieß, Isabell Lehmann, Louisanne von Galen, Patricia Nürnberger, Anna Franz, Anja Kirchner, Julika Schacht, Lena Pfister, Antonia Fries, Stephie Kroth, Kristina Kuhn, Anna Hajek, Amelie Jakob, Gloria Aldenhoff und Charlene Holzgreve.
Peter Freudenberger
Main-Echo vom 09.11.2007