Maedchenparlament

Quelle, Bild: Frau Bauer

Web-Darstellung: MWS Homepage Lth. & LK

Frauenpower im Bayerischen Landtag oder „Politik zum Anfassen“

Bericht über das Mädchenparlament am 13.04.2015 im Bayerischen Landtag

Die Aschaffenburger Landtagsabgeordnete Martina Fehlner hatte Schülerinnen aus fünf Schulen der Region zum „Mädchenparlament“ nach München eingeladen. Dort durften wir gemeinsam mit rund 150 weiteren Schülerinnen aus ganz Bayern „Parlamentarierinnen für einen Tag“ sein und hautnah erleben, wie Politik tatsächlich gemacht wird. Wir hatten die Ehre, unsere Maria-Ward-Schule zu vertreten.

Noch ein bisschen müde vom frühen Aufstehen trafen wir uns bereits um 7 Uhr am Aschaffenburger Hauptbahnhof. Nach drei Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel: unsere Landeshauptstadt München. Vom Hauptbahnhof aus ging es gleich zu unserem Tagungsort Maximilianeum- dem Sitz des Bayerischen Landtags. Dort wurden wir mit einem kleinen Frühstück im Steinernen Saal begrüßt. Nach der Stärkung entschieden sich die Teilnehmerinnen für einen der angebotenen Ausschüsse, über die wir im Vorfeld bereits informiert worden waren. Wir konnten dabei auch schon Kontakt zu den anderen 180 Mädchen aus ganz Bayern aufnehmen und uns mit ihnen über verschiedene Themen austauschen. Anschließend wurden wir von der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD im Plenarsaal begrüßt, die uns auch den weiteren Tagesablauf erklärte. Danach gingen wir zusammen mit den jeweiligen Abgeordneten in den von uns gewählten Ausschuss. Zur Auswahl standen die Themen: Legalisierung von Cannabis, Gentechnik-ja oder nein?, Quote für deutsche Musik im Radio, Energy Drinks-Freigabe erst ab 18, Gemeinschaftsschulen-pro und contra, Google Street View – Fluch oder Segen?. Durch dieses breite Themenangebot war für jeden Geschmack der passende Ausschuss dabei und jede fand ein ihr genehmes Thema.

Die schwierigste Aufgabe des Tages folgte nun: Die Teilnehmerinnen sollten aus den vielen vertretenen Meinungen einen klaren und präzisen Antrag formulieren. Das war ein hartes Stück Arbeit und erforderte jede Menge Kompromissbereitschaft und auch Formulierungskunst. Doch nach zwei Stunden war auch dieser, zugegebenermaßen etwas anstrengende Teil unseres Politikerinnen-Daseins geschafft. Wir wurden in unsere wohl verdiente Mittagspause entlassen, in der uns die Küche des Maximilianeums vorzüglich versorgte. Gestärkt gingen wir im Anschluss in den Plenarsaal, wo alle Anträge vorgestellt und eingebracht wurden. Es schloss sich eine teilweise sehr lebhafte Diskussion an, bevor schließlich jeweils die Abstimmung erfolgte.

Nach diesem ereignisreichen Tag, kamen wir abends glücklich und zufrieden, aber dennoch etwas müde, am Aschaffenburger Hauptbahnhof an. Der Tagesablauf und somit auch die Arbeit im Parlament einer Politikerin waren sehr ungewohnt für uns Schülerinnen, aber auch hochinteressant. Durch die an diesem Tag gemachte Erfahrung wissen wir nun, wie anstrengend, aber auch spannend der Alltag unserer Abgeordneten im Parlament ist. Schließlich haben wir das „hautnah selbst erlebt“.

Wir sind der Meinung, dass uns jungen Menschen mit der Veranstaltung des Mädchenparlaments Politik sehr anschaulich greifbar gemacht wurde. Deshalb danken wir ganz herzlich allen, die uns diese Erfahrung ermöglicht haben und somit etwas Licht in unsere Vorstellung von dem Beruf der Politikerin gebracht haben: Allen voran Frau Martina Fehlner und ihre Mitarbeiterin Natalie Frank, aber natürlich auch unseren Lehrerinnen Frau Sieglinde Bauer und Frau Stefanie Rath, die uns auf das tolle Angebot von Frau Fehlner aufmerksam gemacht haben.

Text: Tizia Bohländer, Anna Pistner

Web-Darstellung: MWS Homepage Lth. & LK