Juniorwahl

 

 

 

Juniorwahl

„Bundestagswahl? Was wird denn da gewählt?“ –

 Die Juniorwahl 2013 an der Maria-Ward-Schule Aschaffenburg

 

Wir leben in Deutschland in einer Demokratie, was bedeutet, dass wir als Volk mitbestimmen dürfen, was in Deutschland passiert. Anlässlich der Bundestagswahl, die am 22. September 2013 in Deutschland stattfand, wurde einige Tage zuvor an der Maria-Ward-Schule Aschaffenburg die Juniorwahl, ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung, bei dem sich deutschlandweit über 200.000 Schüler und Schülerinnen beteiligten, veranstaltet.

Doch was ist eigentlich diese Bundestagswahl? Der Bundestag ist unser deutsches Parlament bzw.  unsere Volksvertretung und Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren wählen alle vier Jahre Abgeordnete, die dort unsere Wünsche vertreten, wenn neue Gesetze beschlossen werden.

Bei dieser nachgestellten Wahl durften Schülerinnen der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe ihre Stimmen abgeben: In der Bundestagswahl hat jeder Stimmberechtigte eine Erst- und eine Zweitstimme. Mit der Erststimme wird eine Person, die man geeignet empfindet, direkt in den Bundestag gewählt, wenn sie die meisten Stimmen in ihrem Wahlkreis erhält. Mit der Zweitstimme bestimmen die Wähler die Partei bzw. den Anteil der Sitze, den eine Partei im Bundestag erhalten wird, vorausgesetzt sie kann mindestens 5% der Zweitstimmen für sich gewinnen oder ihr gehören drei der - durch die Erststimme direkt gewählten - Kandidaten an. Wird eine Partei allerdings von weniger als 5% der Zweitstimmen gewählt, schafft sie es nicht in die Berliner Volksvertretung – das ist der Partei „FDP“ passiert.

Viele Schülerinnen waren unsicher, welchen Abgeordneten oder welche Partei sie wählen sollten. Zur ersten Orientierung über die vielen Parteien gibt es im Internet den sogenannten „Wahl-O-Mat“. Man beantwortet 27 Fragen zu verschiedenen Themen und der Wahl-O-Mat ordnet diese passenden Parteien zu. Aber aufpassen: Es ist nur ein Vorschlag, eine Hilfestellung, nicht „wild draufloswählen“! Man sollte sich vor einer Wahl beispielsweise auf den Homepages der Parteien informieren.

Einige Schülerinnen dokumentierten als Wahlhelferinnen bei unserer Juniorwahl im Wahllokal, der 3. Stock des Altbaus, die Wahlbeteiligung, verteilten im Austausch der vorher im Sozialkundeunterricht „verschickten“ Wahlbenachrichtigung Stimmzettel an die Wählerinnen und erläuterten bei Bedarf den Wahlablauf: Stimmzettel abholen, in die Wahlkabine gehen, zwei Kreuzchen setzen, Zettel falten, Wahlkabine verlassen und den Zettel in die Wahlurne werfen.

Das Ergebnis der Wahl wurde deutschlandweit errechnet und überraschte: Wie die zwei Grafiken zeigen, wurde der Bundestag in Wirklichkeit sehr ähnlich besetzt wie von uns Schülern.

Alles in allem war die Juniorenwahl ein sehr gelungenes Projekt, das neben der anschaulichen Vermittlung des Unterrichtsstoffs Farbe und Erfrischung in den Schulalltag brachte. Zudem ermutigte uns diese Wahl, wählen zu gehen, sobald wir stimmberechtigt sind und unsere Vertreter in der Politik dann selbst bestimmen zu können.


Text :  Ann-Kathrin Baumann (10a), Valerie Kaiser (10a), Maristella Messere (10a)
Web-Darstellung: Schülergruppe  MWS Homepage