Dialekttag

Gewinnergedicht der Klasse 8c – UDI-Schülertag „Dialekt und Lyrik“ 2014

 

 

Könisch von dänne gonze Kuche

(Noch Fitzgerald Kuusz)

Mär un kään Käskuche?
Sän mär so aus,
als wenn mär kään Käskuche moche?
Ai mär moche wirklisch kään Käskuche!
Son Käskuche,
wenn mär den scho seh,
Son Käskuche,
müssemär wirklisch ned hamm.
Beim Käskuche
läffd nur de Jessi däs Wassä
In de Schnude zsamm!
De Käskuche is de
Könisch,
De Könisch von dänne gonze Kuche…
Abä nur,
wenns noch de Jessi geiht!

Klasse 8c,

überarbeitet von Giuliana Herbig (8c) und Alicia Koos (8c)


Aschebersch



Agnes Franz (8c), Stefanie Nagel (8c), Anne Gallenmüller (8c)

Gedichderei

Heisse Kerle gibt’s net viel,
net mol ufre Fakeprofil!
Sixpacks ham se a ne mehr,
Schwabbel dafür um so mehr.
Jetz gibt’s nimmer viel zu sehn,
brauchste a net rauszugehen.
Facebook reicht jetz völlisch aus,
jeder schreebt „Du süße Maus“.
Die Fotos sin ja nich ma schlecht,
nur die Männer sin nie echt!
Ey, Kerle kannste voll vergesse,
bleib lieber bei deim Meggeesse…

 

Corina Orth (8c), Eva-Maria Warta (8c), Jessica Kraus (8c), Anna Wissel (8c)

 

 

Ängel

„Ängel könne flische!“, flüsderde se un sprang.
Weid weg wolld se springe.
Weg von ihre Sorsche.
Weg von ihre Schmäze.
Weg von ihre Ängsde.

„Ängel könne flische!“, flüsterde se un sprang.
Flische wolld se könne.
Flische zu ihre Träume.
Flische zu ihre Hoffnung.
Flische zu ihre Wünsche.

 „Ängel könne flische!“, flüsderde se un sprang.
En Ängel wolld se sein…
…un sprang.

 Francesca Bauer (8c)

 

Web-Darstellung: MWS-Hompage KF




Dialekttag

Teilnahme am UDI-Schülertag „Dialekt und Lyrik“ 2014

 


 

Wir, die Klasse 8c, nahmen zusammen mit den Klassen 8a und 8b am 27. März 2014 an der Universität Würzburg an dem sogenannten Schülertag teil. Dieser wurde vom Unterfränkischen Dialektinstitut (UDI) des Lehrstuhls für deutsche Sprachwissenschaft unter dem Motto „Dialekt und Lyrik“ ausgerichtet.

Vorab erhielten wir vom UDI verschiedene Arbeitsaufträge, die wir im Deutschunterricht mit unseren Lehrerinnen Frau Banhold, Frau Engel und Frau Engelhardt erarbeiteten. Wir wählten als ersten Arbeitsauftrag aus verschiedenen Gedichten eines aus, welches wir hinsichtlich des darin verwendeten Dialekts untersuchten, es ins Standarddeutsche (wir sagen in der Umgangssprache oft „Hochdeutsch“) übersetzten und die Ergebnisse mit unserem Heimatdialekt verglichen. Ferner sammelten wir Informationen über den ausgewählten Verfasser. Als zweite Aufgabe schrieben wir eigene Gedichte in unserem Heimatdialekt.

Nach dieser Vorbereitung ging es endlich nach Würzburg, wo wir gegen 9.30 Uhr in der Universität ankamen. Wir wurden in den größten Hörsaal des philosophischen Instituts geführt, in dem das ganze Programm stattfand. Rund 300 Schüler aus ganz Unterfranken waren mit ihren Lehrkräften anwesend. Zuerst wurden wir von Prof. Dr. Wolf Peter Klein, Leiter der deutschen Sprachwissenschaft, begrüßt und danach erläuterte uns Dr. Monika Fritz-Scheuplein in dem Vortrag „Zwischen Kääs und Kaas. Dialekte in Unterfranken.“ diese näher. Im Anschluss trug der mittelfränkische Mundartautor Dr. Helmut Haberkamm einige seiner Gedichte vor.

Nach einer kleinen Pause stand der Lyrik-Wettbewerb auf dem Plan, bei welchem die Schüler und Schülerinnen nun ihre eigenen Dialektgedichte dem Publikum und einer Fachjury präsentiert. Nachdem dieser Teil des Programms fertig war, hatten wir eine längere Pause, in der wir einen Lernzirkel zum Thema „Dialekt“ bearbeiteten. Die sich aus den Antworten zusammensetzende Lösung wurde von jedem Schüler bei den Hilfskräften des Lehrstuhls abgegeben. Zur Stärkung begleiteten uns Würzburg Studenten in die dortige Mensa, wo wir gemeinsam zu Mittag aßen.

Um 14.00 Uhr ging es weiter mit der Präsentation der Autorengedichte durch die jeweiligen Klassen.  Alle waren sehr aufgeregt, da ein Hörsaal mit 300 Zuhörern gefühlt immer größer wird. Als das geschafft war, wurden die Gewinner des Lernzirkels, zu denen auch eine Maria-Ward-Schülerin der Parallelklasse gehörte, und anschließend die Gewinner des vormittags stattgefunden Lyrik-Wettbewerbs bekannt gegeben. Die Stimmung war bei allen Klassen super und der Jubel vor allem bei uns groß: Wir räumten mit unseren vier verschiedenen Gedichten den begehrten ersten Preis, eine Besichtigung des Arena-Buchverlags in Würzburg, ab.

 

Francesca Bauer (8c)