Bericht

Let´s do the timewarp again

Die Berlinfahrt der Q11 vom 21.09 bis zum 24.09.2014

 

Eine Stadt, geteilt durch eine Mauer, die doppelt so hoch war wie wir groß sind. Die Stadt Berlin war unser Ziel.
Nach dem Besuch der KZ-Gedenkstätte in Dachau vor zwei Jahren sollte es wieder in Gedanken Richtung Vergangenheit gehen - diesmal aber nicht in die Zeit des Nationalsozialismus, sondern in die Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung.

Los ging es am 21.09.2014 um 6:45 vor der Schule (wohlgemerkt an einem Sonntag!) mit dem Einladen der Koffer, die im Vergleich zu den Größen auf anderen Fahrten winzig erschienen.
Ohne Stau und früher als erwartet kamen wir in der Hauptstadt an. Über den AVUS ging es durch die Stadt zu unserem Hostel, wobei wir schon viel Wissenswertes erfuhren. Nach dem Beziehen der Zimmer durfte Herr Wissel weiter in seiner Rolle als Reiseführer aufgehen. Frau Bauer steuerte die geschichtlichen und politischen Aspekte bei, die um einiges interessanter waren, als sie sie uns angekündigt hatte.
Der erste große Programmpunkt in Berlin war der Besuch der Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße, dorthin wo 1961 viele Menschen in letzter Sekunde in den Westen sprangen und die Mauer direkt an den Häusern entlang lief. Im Besucherzentrum konnte man sich anhand zweier Filme die Geschichte und Funktionsweise der Mauer ansehen und erfuhr Dinge, die einem bis dahin noch nicht bekannt waren. Sehr zur Freude unserer Lehrer waren wir fast alle dort, um uns zu informieren.
Der Abend des ersten Tages wurde durch einen Besuch am Potsdamer Platz und im Sony Center abgerundet.
Am liebsten wären wir am nächsten Morgen alle aufgewacht und hätten gerne gesagt, dass das alles nur ein böser Traum gewesen war, aber „Hohenschönhausen“ ist Realität. Dass die DDR eine Diktatur war, wussten wir alle, auch, dass nicht alles mit rechtstaatlichen Mitteln ablief, doch dass das Regime mit so rabiaten Mitteln durchgriff und solch menschenverachtende Maßnahmen zur Umsetzung ihres Willens benutzt hatte, hätten wir uns wirklich nie zu träumen gewagt. Dementsprechend unsanft sind wir während der Führung durch das auf DDR Karten nicht existierende STASI-Untersuchungsgefängnis in der Realität angekommen.
Von der Gedenkstätte Hohenschönhausen aus fuhren wir nach „West Berlin“ in den Reichstag, wo wir nach einer langen Sicherheitskontrolle zu Mittag aßen.
Nach einer 60 Minütigen Einführung auf den Besucherrängen des Plenarsaals bekamen wir eine uns bekannte Person zu Gesicht: Andrea Lindholz, unsere Abgeordnete im Bundestag. Sie erzählte uns viel über den Alltag eines Abgeordneten und beantwortete uns mit großer Geduld alle unsere Fragen, die auch in den privaten Bereich reichten.
Von der gläsernen Kuppel aus machten wir danach viele Fotos, die aber leider nicht alle gelangen, da die Aussicht durch das schlechte Wetter eingeschränkt war. Am Brandenburger Tor, dem Holocaust Denkmal und dem Potsdamer Platz vorbei ging es zurück zum Abendessen ins Hostel. Den freien Abend nutzten einige für Verwandtschaftsbesuche in Berlin.

„Frau Präsidentin, sehr verehrte…“
Diesen Satzanfang hörten wir am Dienstag des Öfteren. Denn nach einer Führung durch das Bundesratsgebäude, spielten wir einen Teil einer Bundesratssitzung nach.
Wäre unser Planspiel Wirklichkeit, würde es bald eine neue Regelung für Drogen wie Cannabis und Mariuhana geben: Für medizinische Zwecke sollte der in diesen Substanzen enthaltene Wirkstoff leichter zugänglich werden. Um aber Missbrauch vorzubeugen, sollte erst nach mehrere Kontrollen durch voneinander unabhängige Mediziner eine Erlaubnis zum Konsum erteilt werden. So zumindest lautete unser Änderungsantrag an die Bundesregierung
Auf diesen wirklich interessanten Einblick in einen Teil unseres politischen Entscheidungssystems folgte eine weitere kleine Sightseeing-Tour durch Berlin.
Am letzten Abend besuchten wir bei den „Stachelschweinen“ ein politisches Cabaret, das sehr amüsant war und viele Aspekte einmal von einer anderen Seite beleuchtete. Ab und zu war es dennoch schwer, die Scherze zu verstehen, da wir nicht alle politischen Tatsachen und Personen kannten.

Am Mittwoch, der gleichzeitig unser letzter Tag in der Hauptstadt war, legten wir zuerst einen Zwischenstopp am Check Point Charlie ein, wo wir uns einige Bilder zur Geschichte und zum Verlauf der Mauer anschauen konnten.
Bevor wir dann die Heimreise antraten, fuhren wir noch zum Pergamon Museum, in dem viele sehr beeindruckende und interessante Originale und Nachbauten aus der Antike ausgestellt sind.

Auf der Rückfahrt waren sich alle einig: Auch wenn jede eine paar Punkte hätte nennen können, die ihr nicht ganz gepasst hatten, so lautete doch das Gesamtergebnis: Super!

Wir bedanken uns bei unseren Lehrkräften Frau Bauer, Herr Wissel, Herr Gommert, sowie bei Frau Wissel, die diese Fahrt zu dem wunderbaren und lehrreichen Ereignis gemacht haben, das es am Ende war!


Bericht und Web Gestaltung: MWS Homepage: J.K.
Berlinfahrt 2014

 Und ganz wichtig in Berlin: Ein Besuch im Bundestag!

Berliner Mauer

 


 Die Reste der Berliner Mauer von der Aussichtsplattform an der Gedenkstätte an der Bernauer Straße


 

Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen

 

Hohenschönhausen: Das ehemalige Untersuchungsgefängnis der STASI


 

Bundestag

Der Deutsche Bundestag

 

 

Ein Blick von der Kuppel in den Plenarsaal

 

 

Der Plenarsaal

 

 

Der Bundesadler (Da er etwas zu breit geraten ist, wird er auch oft "Fette Henne" genannt)

 

Bundesrat

Willkommen im Bundesrat!

 

Der Plenarsaal im Bundesrat



Brandenburger Tor

 Brandenburger Tor

 

 

 

Holocaust Denkmal

 Das Holocaust Denkmal

 

KaDeWe

Das KaDeWe ist das wohl bekannteste Kaufhaus in Berlin. Aber Achtung! Dort ist alles wahnsinnig teuer!

 

Die Grenze(en) zwischen Ost und West

Grenzbeschilderung am Check Point Charlie

G 

 

 

Siegessäule

Die Siegessäule

 

Wer wohnt wohl hier?

Da also wohnt unsere Bundeskanzlerin. Nicht zu übersehen, ständiger Polizeischutz und ein "geheimer" Eingang. Seit sie nämlich Bundeskanzerlin ist, hat sie dort niemand mehr hinein- oder hinaus gehen gesehen.

 

Danke!

Unser großer Dank gilt unseren Begleitern, die uns so viel gezeigt und erzählt haben! Leider fehlt jemand auf dem Bild (unsere Lehrer sind wohl etwas Fotoscheu).

 

Link zum Presse-Artikel
Berlinfahrt 2014