Samstag, Mai 18, 2013

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Thomas Gommert und Werner Kiesel

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Ferien ruhig angehen lassen

Bands und Spiele - Festival »School?s Out« im Jugendkulturzentrum

Aschaffenburg. »Ferien«, singt Lehrer Thomas Gommert. Sein Kollege Werner Kiesel greift beherzt in die Tasten seines Keyboards. Kunstnebel wird auf die Bühne gepustet. Die beiden Pädagogen eröffnen gestern Nachmittag das »School's Out«-Festival im Jugendkulturzentrum mit einer umgeschriebenen Guildo-Horn-Nummer.

Ein harter Job, so kurz nach Schulschluss. »Wir sind die einzigen, die von der geplanten Lehrer-Casting-Band übrig geblieben sind«, räumen die beiden lachend ein, nachdem sie sich vor einer Handvoll Schüler durch ein halbes Jahrhundert Schlager- und Musikgeschichte gespielt haben. »Schuld war nur der Bossa Nova.«

Die Hauptakteure des zwölfstündigen Festivals - die Schüler - lassen zunächst auf sich warten. Erschöpft lümmeln einige Jugendliche am frühen Nachmittag auf den Luft-Wulsten der Hüpfburg. Andere ziehen das Entspannen im Liegestuhl vor. Laura, Kim und Jaqueline von der Schülermitverwaltung bauen im Hof einen Twister-Parcours auf.

Auf dem Rost brutzeln Bratwürste. Junge Klienten der Jugendarbeitslosenberatung des Jukuz haben das Catering übernommen. Noch haben sie nicht allzu viel zu tun. Nur hin und wieder geht eine Cola über den Tresen.

Erst gegen 15 Uhr füllt sich das Terrain. Viele der jungen Leute sind gekommen, um die Aschaffenburger Nachwuchshoffnung »Aloha from Hell« zu erleben, die unlängst in Berlin beim Finale von »Bravo und Nokia suchen Deutschlands besten Newcomer« unter die ersten drei Bands gekommen ist (wir berichteten). Vor allem vor der Bühne stehen die jungen Fans. Kunstblumen-Halsbänder baumeln in dem abgedunkelten Raum am Mikrofonständer.

Ein Intro aus verzerrten E-Gitarren, rumpelndem Bass und polterndem Schlagzeug eröffnet den Auftritt. Sängerin Vivien Bauernschmidt ergreift das Mikro. »Gute Stimme«, sagt Boppin'B- Schlagzeuger Thomas Weiser nach einigen Liedern anerkennend. Der Musiker ist extra gekommen, um zu sehen, ob die Vorschusslorbeeren für die jungen Aschaffenburger gerechtfertigt sind.

Die selbst geschriebenen Songs des jungen Quintetts sind abwechslungsreich. Ein Reggae-Intro eröffnet das Lied »Blind«. Die Soli von Gitarrist Andreas Gerhard sitzen präszise. In der Musik von »Aloha from Hell« - einem hymnischen, poppigen Alternativrock - blitzen die musikalischen Vorbilder von »Die Happy« bis zu verschiedenen Grunge- und Metal-Gruppen durch.

Danach ist die Band Meisterbetrieb an der Reihe. Jukuz-Musikbüro-Leiter Steffen Gerlach verfolgt alle Auftritte. Die Schüler lassen »School's out« ruhig angehen. »Die meisten kommen am Abend« weiß Gerlach aus Erfahrung. Schließlich sind Ferien und das Programm geht bis 24 Uhr.

Alexander Bruchlos
Main-Echo vom 28.07.2007

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