Politische Bildung einmal ganz praxisnah


47 Schülerinnen der Q 11 und Q 12 des Maria-Ward-Gymnasiums widerlegten das Vorurteil von der politisch uninteressierten Jugend und wagten einen spannenden Abstecher in die Internationale Politik: Sie nahmen vom 20.2.2017 bis 22.2.2017 an der Politiksimulation POL&IS teil. Sehr engagiert und kompetent geleitet wurde die Veranstaltung durch die Jugendoffiziere der Bundeswehr, Hauptmann Jonas Heim (Würzburg) und Hauptmann Peter Winkler (Regensburg). Die Bildungsstätte der Hanns Seidel Stiftung in Kloster Banz bot dafür den sehr beeindruckenden und passsenden äußeren Rahmen.


Auf der Ebene der Vereinten Nationen erörterten die Teilnehmerinnen drei Tage lang die großen Probleme der aktuellen internationalen Beziehungen wie internationaler Terrorismus, Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit, Nord-Süd-Konflikt… Die Schülerinnen schlüpften dazu in dieser Zeit entweder in die Rolle eines nationalen Politikers oder eines Vertreters von internationalen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, die sie bis zum Ende der Simulation mit möglichst realem Leben füllen sollten. Dabei mussten durch je drei Vertreterinnen die Vorstellungen und Interessen der wichtigsten Weltregionen (Nordamerika, Europa, Russland, China, Japan, Indien, Südamerika, Südostasien, Arabien, Afrika, Ozeanien) in Einklang gebracht werden, was sich als äußerst schwieriges Unterfangen erwies. Die Moderation lag beim UNO-Generalsekretariat (Saskia W. und Sara W.). Den finanziellen Rahmen gestalteten und kontrollierten die Vertreterinnen der Weltbank (Judith B. und Rebekka B.). Die Nichtregierungsorganisation „World-Wide-Equality“ ( vertreten durch Anna P., Eva H., Susanna H., Charlotte B., Louisa S.) fungierte als politisches, soziales und umweltpolitisches Gewissen der Welt und kämpfte tapfer gegen die vielen Missstände an. Kritisch beobachtet und kommentiert wurde das ganze Geschehen durch die Vertreterinnen der Weltpresse „DiePol“ (Anna-Lena B., Jaqueline D., Hannah S., Meike R. und Paula W.), die mit ihren regelmäßigen „Breaking News“, mit Talkshows, Interviews, etc. für eine äußerst aufmerksame Öffentlichkeit sorgten und dabei so manchen Skandal aufdeckten.


„Gespielt“ wurde in so genannten POL&IS-Jahren. Im ersten Jahr herrschte zwischen den Regionen noch eine erstaunlich große Harmonie. Als aber dann im zweiten Jahr die Ressourcen knapper, die Müllberge höher, die Versorgungsprobleme größer wurden und die Gefahren des internationalen Terrorismus‘ eskalierten, war es mit dem Konsens bald vorbei. In heftigen Diskussionen gerieten die Regionen und Institutionen aneinander. Viele Probleme konnten nur noch eingedämmt, aber nicht mehr gelöst werden. Der Ausblick in das dritte POL&IS-Jahr machte deutlich, dass noch viele Anstrengungen nötig sind, um die drängenden Weltprobleme wirklich in den Griff zu bekommen und den Weltfrieden wiederherzustellen und zu sichern.


Am Ende von POL&IS gaben alle Schülerinnen ihre Rollen wieder ab und kehrten ins „normale“ Leben zurück. Vielen war die Erleichterung darüber anzumerken, im wirklichen Leben nicht in einer so nervenaufreibenden und verantwortungsvollen Position stehen zu müssen. Allen war klar geworden, wie überaus komplex und daher sehr anstrengend, aber auch spannend und interessant Politik - gerade auf internationaler Ebene - sein kann.


Ein herzliches Dankeschön gilt den beiden Jugendoffizieren Hauptmann Jonas Heim und Hauptmann Peter Winkler und den begleitenden Lehrkräften Sieglinde Bauer und Lydia Schwenold-Werlin, die den Schülerinnen dieses unvergessliche Erlebnis ermöglicht haben.





Text und Photos: Bauer

Web-Darstellung: Schüler-Gruppe MWS Homepage AG; AL
Vertreterinnen der Weltbank

 


 

 Vertreterinnen der Weltbank: Rebecca B. und Judith B.

Generalsekretariat

 

 

 

Generalsekretariat: Sara W. und Saskia W.

Vertreterinnen der Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs)

 

 

 

 

NGOs: Anna P., Eva H., Charlotte B., Louisa S. und Susana H.

Vertreterinnen der Weltpresse "DiePol"

 

 

 

Vertreterinnen der Weltpresse: Anna-Lena B., Maike R., Jaqueline D., Hannah S. und Paula W.

 

Weitere Bilder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Statements der Teilnehmerinnen an POL&IS

Christin C.

Als Regierungschefin von Nordamerika hatte großen Spaß an POL&IS. Man bekommt einen Eindruck davon, wie schwer es ist, Krisen im eigenen Land  zu lösen und gleichzeitig globale Bedrohungen zu bekämpfen.

Fazit: GOD BLESS AMERICA

 

Anna P.

Ich empfand POL&IS als eine durchaus spannende, interessante und lehrreiche Erfahrung. Ich finde, wir konnten gut einen spielerischen, aber doch realen Einblick in die Arbeitsweise der UNO und in die Aufgaben einer Politikerin (eines Politikers) gewinnen.
Zusammenfassend fand ich POL&IS sehr schön und eine tolle Erfahrung. Ich bereue die Teilnahme daran auf keinen Fall. Meine immer kritische Position der NGOs habe ich sehr genossen.

Fazit: lohnenswert


Sara W.

Ich fand als UN-Generalsekretärin das Planspiel als eine gute Möglichkeit, den Ablauf und die Problematik von Politik auf internationaler Ebene zu betrachten. Es war eine einmalige Gelegenheit, Politik hautnah zu erleben und Konfliktlösungen auszuarbeiten.
Fazit: POL&IS war einfach einzigartig.


Leonie K.

Die drei Tage in Kloster Banz haben mir sehr gut gefallen. Obwohl ich eigentlich nicht sehr politikbegeistert bin, hat es mir sehr viel Spaß gemacht und ich wäre gerne noch 1-2 Tage länger geblieben, um noch weitere POL&IS Jahre zu simulieren. Ich konnte mich sehr gut in meine Rolle hineinversetzten und es hat Spaß gemacht, die Aufgaben, die man hatte, zu erfüllen.

Die Jugendoffoiziere, die die Simulation geleitet haben, waren sehr kompetent und sympathisch. Die Unterkunft war toll.

Fazit: 'unvergesslich'

 

Laura F.

Das Planspiel POL&IS hat mir dabei geholfen, nationale und internationale Konflikte besser zu verstehen und mich damit auseinanderzusetzen. Als Wirtschaftsministerin fand ich es außerdem sehr spannend, mit anderen Ländern Verträge abzuschließen und Vereinbarungen zu treffen.

Fazit: strategisches Vorgehen

 

Rebekka B.

Im Allgemeinen war meine Arbeit als Weltbankvertreterin anders, als erwartet, aber sie hat mir dennoch Spaß gemacht, auch wenn ich mich gerne mehr in meiner Bank-Funktion als in meiner  Bericht-Funktion eingebracht hätte. Alles in allem war POL&Is interessant, lehrreich auf verschiedene Arten und ein tolles Erlebnis, das ich nur weiterempfehlen kann.

Fazit: Formularprüfungsstress

 


Sina R.

POL&IS war für mich eine ganz neue, aber sehr interessante Erfahrung. Die Politik wurde nicht wie im Unterricht nur theoretisch vermittelt, sondern wir Schülerinnen konnten uns in unseren verschiedenen Regionen gezielt einbringen und dadurch die Aufgaben und Ziele der Außen- und Sicherheitspolitik sowie die internationalen Probleme hautnah erleben. Es waren sehr bereichernde 3 Tage.

Fazit: unvergesslich

 

Elena E.

POL&IS, das ist wortwörtlich Politik und internationale Sicherheit hautnah. Hier wird Politik lebendig und nachvollziehbar. Wir wurden nicht nur mit realitätsnahen Problemen und Krisensituationen auf das aktuelle Geschehen aufmerksam gemacht, sondern durften auch selbst Erfahrungen sammeln, wie kompliziert es ist, für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Meiner Meinung nach sollte jede/jeder, der eine derartige Chance bekommt, diese nutzen, damit Politik und Sicherheitsfragen nicht mehr allein Fragen der Regierung bleiben. 

Fazit: unvergesslich


Eva H.

Ich persönlich fand es als NGO besonders spannend, Verträge mit den Regionen auszuhandeln und Druck auf diese auszuüben. Auch die Unterkunft war ausgezeichnet. Insgesamt haben mir diese drei Tage unglaublich viel Spaß gemacht.

Fazit: spannend


Julia K.

POL&IS war ein tolles Erlebnis, das mir die internationale Politik anschaulich sehr nahe gebracht hat. Es hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: nachhaltig und dauerhaft interessant


Anna S.

Politik kann sehr wohl Spaß machen! Die POL&IS-Tage waren informativ, fordernd und abwechslungsreich wie kaum eine andere Schulveranstaltung vorher.

Fazit: beeindruckend


Viktoria S.

Entscheidungen, die ich eigentlich für falsch und moralisch verwerflich gehalten habe, erschienen mir in der Rolle des nordamerikanischen Staatministers als sinnvoll und notwendig. Man bekam ein ganz anderes Bild von Politik. Ich würde jederzeit wieder mitfahren.

Fazit: eine einmalige Erfahrung

 

 

 

Susanna H.

POL&IS war zwar ganz anders, als es die meisten erwartet haben, aber wahnsinnig informativ, kurzweilig und lebendig. Besonders gut haben mir die Phasen „Allgemeine Information“ mit den hitzigen Debatten und die Berichte der Presse gefallen. Es war ein sehr schönes gemeinsames Erlebnis unmittelbar vor unserem Abitur.

Fazit: Diskussion


Judith B.

POL&IS war sehr interessant und informativ. Mit der Verbindung aus Spaß und anspruchsvollen Aufgaben konnte man einen ganz neuen Blick für die Weltpolitik entwickeln.

Fazit: einfach wichtig


Hannah S.

Ich fand POL&IS sehr interessant, da man tatsächlich „erleben“ konnte, wie Politik gemacht wird und welche Probleme dabei auftreten können. Im Nachhinein wäre ich lieber eine Vertreterin der Regionen als der Presse gewesen.

Fazit: aufschlussreich


Leila R.

Ich fand POL&IS eine tolle Erfahrung, da ich davor immer der Politik gegenüber eher abgeneigt war und mir nicht viel darunter vorstellen konnte.

Fazit: ein tolles Erlebnis


Sina R.

POL&IS war spannend, da man einen besseren Einblick in die Regierungsweise der verschiedenen Regionen bekommen hat und aufgerufen wurde, mit verschiedenen Problemen umzugehen. Außerdem hat man das Reden vor einer großen Gruppe trainiert.

Fazit: Zusammenarbeit


 Katharina E.

POL&IS war eine interessante Erfahrung. Es hat Spaß gemacht, in die einzelnen Rollen zu schlüpfen. Es war schwierig, jeden „glücklich“ zu machen.

Fazit: lehrreich


Suanne E.

Der Ausflug nach Banz zu POL&IS war ein unvergessliches Erlebnis. Durch die Simulation habe ich an einem wunderschönen Ort viel über internationale Zusammenarbeit in der Politik gelernt. Mir ist sehr bewusst geworden, wie schwer der Beruf „Politiker“ ist. Sofort würde ich die anstrengende Reise zu diesen aufregenden drei Tagen wieder auf mich nehmen.

Fazit: spannend


Julia K.

Ich fand POL&IS sehr interessant, da jede die Möglichkeit hatte, unterschiedliche Rollen / Aufgaben zu übernehmen. Dadurch konnte man einen guten Einblick in die Zusammenhänge der internationalen Beziehungen gewinnen.

Fazit: interessant


Valentina K.

Ich empfand POL&IS als eine interessante neue Erfahrung, da man sich sehr gut in die Lage von Politikern hineinversetzen konnte. Ich denke, wir können nun alle besser verstehen, wieso es oft so schwer und langwierig ist, in der internationalen Politik zu einer Lösung zu kommen, mit der alle einverstanden sind.

Fazit: interessant