Rhetoriktag der 10.Klassen des Gymnasiums

 

Richtiges Stehen für richtiges Reden

 

 

   

Rhetoriktag der 10.Klassen des Gymnasiums

Rhetoriktag der 10.Klassen des Gymnasiums


 Shakespeare sagte schon im 16. Jhd.: „Es ist nicht genug, dass man rede. Man muss auch richtig reden.“ Denn damals wusste er schon, wie wichtig das richtige Reden ist. Heute ist dieses Zitat immer noch sehr aktuell, da man sich selbst in allen Lebensbereichen präsentieren muss, auch in der Schule, speziell in der Oberstufe, ist dies z.B. für Referate oder Präsentationen essentiell. Um uns, die Klassen 10a&b des Gymnasiums, besser darauf vorzubereiten, organisierten unsere Lehrerinnen Frau Kalks und Frau Herrmann fächerübergreifend erstmals den Rhetoriktag, der am 02.02.2017 stattfand.


An diesem versammelten wir uns um 7.50 Uhr im Oberstufengebäude, damit wir pünktlich um 8.00 Uhr beginnen konnten. Nach der Begrüßung stellte Mariam Grote sich uns vor, eine speziell ausgebildete Rhetoriktrainerin. Zu Beginn wärmten wir sowohl unsere Stimme, als auch unseren Körper mit Lockerungsübungen auf. Danach teilten wir uns in drei Gruppen auf und trugen das „Zigeunerlied“ von Goethe als Stichomythie vor, indem die Gruppen sich Vers für Vers abwechselten, was eine enorme Wirkung hatte. Dabei lernten wir die Stimme, Mimik, Gestik und Körperhaltung bewusst einzusetzen und dabei auf die Gefühlsebene zu achten. Um aufzuzeigen, wie wichtig die Gefühlsebene bzw. Vorstellungsebene für den Vortrag ist, machten wir folgende Versuche: Wir knieten uns vor eine Partnerin, die versuchen musste, uns umzustoßen.

 

Danach stellte sich die kniende Person vor, ein Baum zu sein, dessen Wurzeln fest in der Erde verankert sind. Dadurch ließ sie sich schwerer umstoßen. Beim zweiten Versuch haben wir den Arm waagrecht hochgehoben. Bei der Vorstellung, dass dieser ein Wasserschlauch, durch den Wasser schießt, ist, ließ er sich ebenfalls schwerer herunterdrücken. Dies bestätigt, wie wichtig die mentale Einstellung bei einem Vortrag ist, da man sofort merkt, ob jemand unsicher ist oder sich unwohl fühlt. Um 10.00 Uhr machten wir dann eine viertelstündige Pause. Nach dieser Pause teilten wir uns in Gruppen mit jeweils acht Personen auf, und jede Gruppe studierte mit Hilfe von Frau Grote eine Ballade ein, welche wir um 12.00 Uhr vor den anderen aufführten. Dabei merkte man schon Fortschritte, z.B., dass alle laut, deutlich und selbstbewusst gesprochen haben. Um 12.35 Uhr legten wir dann eine dreiviertelstündige Mittagspause ein, in der wir uns leckere Pizza bestellten.

 

Damit Frau Grote besser auf die einzelnen Personen eingehen konnte, bekamen wir Einzeltermine in einer Gruppe von einer bis zu vier Personen mit je zehn Minuten. Hier konnte sie uns persönlich Tipps und Tricks für einen besseren und selbstsicheren Auftritt geben, wie man z.B. durch einen festen Stand und eine gewisse Körperspannung selbstbewusst auftreten kann. Parallel gaben Frau Kalks und Frau Herrmann allen anderen Informationen für das Gestalten von Präsentationen und Referaten, u.a. für das W-Seminar in der Oberstufe. Sie erklärten uns das Bewertungssystem und teilten uns mit, was für einen Vortrag in der Oberstufe wichtig ist. Um 14.45 Uhr begannen wir dann mit dem Aufräumen und bedankten uns bei Frau Grote und unseren Lehrerinnen für diesen informativen und aufschlussreichen Tag.


Durch diesen Tag wissen wir jetzt, worauf es bei einem Vortrag ankommt, und können uns gut auf folgende Referate etc. vorbereiten. Nun wissen wir, dass Shakespeare mit seiner Aussage Recht hatte und sie immer noch relevant ist.

 

Marlene Leimeister & Marilena Schloter (10a)


Weitere Details zum Thema:

Argumentation 

Richtiges Reden

Bewertungsbogen zu einer Präsentation im W-Seminar

 

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Frau Herrmann und Rhetoriktrainerin Marjam Grote