Katalonien

Von Gaudí und schwarzen Madonnen: Studienfahrt 2015 nach Katalonien

19.09. – 25.09.2015

Nach einem sehr abwechslungsreichen Studientag, bei welchem die tänzerischen Begabungen der Q12 getestet worden waren und weder die spanische Verpflegung, noch ein Crashkurs in Spanisch fehlte, trafen wir uns am Abend des 19. Septembers 2015 an der Bushaltestelle der Maria-Ward Schule, um gemeinsam mit unseren Lehrerinnen Frau Körner, Frau Müller, Frau Jäkel und Frau Kleinschnitz, welche mit ihrem P –Seminar unsere Studienfahrt geplant hatte, nach Spanien aufzubrechen. Nachdem die Koffer verladen waren, konnte die Reise um 20:45 Uhr beginnen. Nach einer recht ruhigen Nachtfahrt wurden wir mit dem Frühstück an einer französischen Raststätte allmählich wieder wach.

Während die Sonne und die Temperaturen draußen immer weiter anstiegen, breitete sich die Vorfreude auf die Studienfahrt unter den Schülerinnen aus. Gegen 13 Uhr kam der Bus vor dem Hotel Internacional in Calella zum Stehen und wir konnten, nach einer kleinen Wartezeit, unsere Zimmer beziehen. Die sich anschließende Pause nutzten wir, um auszupacken, einzukaufen oder an den Strand zu gehen, bevor wir gemeinsam die Touristenstadt Calella erkundeten. Nach dem Abendessen fiel der größte Teil der Q12 müde ins Bett, während es den Rest noch in die Discos oder an den Strand verschlug.

Am Morgen des 21. Septembers starteten wir mit Sonne und einem strahlend blauem Himmel den Wanderausflug nach Besalú, einem kleinen mittelalterlichem Dorf im Nordosten Kataloniens. Trotz einiger untauglicher Klamotten, schafften die Meisten von uns die Hälfte der Tour, bevor ein Teil sich weigerte einen schmalen Pfad durch Geröll und Gebüsch weiter nach oben zu steigen. Frau Körner, Frau Müller und Frau Jäkel nahmen mit diesem Teil der Gruppe den gleichen Weg zurück, während der Rest der Q12 von Ronja, Hanna, Eva D. und Clara Ha. auf einem anderen Weg zurück zum Bus geführt wurde. Katharina K., Julia K. und Frau Kleinschnitz sammelten schließlich auch die letzten Nachzügler der Gruppe ein. Nachdem die komplette Q12 wieder vereint war, fuhr uns unser Busfahrer Günther nach Girona, einer wunderschönen und malerischen Stadt, wo wir in Kleingruppen den Rest des Nachmittags bei herrlichem Sonnenschein genossen.

Am nächsten Tag stand der Tagestrip in die Hauptstadt Kataloniens, Barcelona, an. Zuerst steuerten wir den von Antoni Gaudí gestalteten Park Güell an. Dort verbrachten wir eine Stunde damit, atemberaubende Schnappschüsse von Barcelona zu machen, bevor wir gemeinsam zu unserem nächsten Ziel, der Sagrada Familia, liefen. An der Basilika angekommen, teilten wir uns in Gruppen auf und erkundeten am Nachmittag auf eigene Faust die Innenstadt. Viel zu schnell vergingen die Stunden in Barcelona, die wir mit Sightseeing und Shopping verbrachten.

Am Mittwoch, den 23. September besuchten wir am Vormittag das, für seinen ausgezeichneten Cava berühmte, Freixenet-Werk. Nach einer sehr interessanten Führung durch das Handelsunternehmen, das zu den größten Cava–Produzenten in ganz Spanien gehört, wurden wir in einer kleinen Bahn zur Cava–Verkostung gefahren. Während sich unsere Lehrerinnen den Cava schmecken ließen, gaben wir uns mit einem leckeren Traubensaft und Keksen zufrieden. Nachdem wir Präsente für die Familien gekauft hatten, machten wir uns auf den Weg nach Montserrat (dt. „zersägter Berg“). Das besondere Aussehen des Berges – er ähnelt aneinandergereihten Fingern – hat auch dem dort gelegenen Kloster seinen Namen gegeben. Die Hauptattraktion des Klosters ist die schwarze Madonna, die im Volksmund auch „La Moreneta“ genannt wird. Ein Großteil der Gruppe schaute sich zuerst das Kloster und die Basilika mit der schwarzen Madonna an und genoss die restliche freie Zeit auf dem Aussichtspunkt in der Sonne. Ein Bruchteil der Gruppe machte es sich zur Aufgabe, den Berggipfel zu erklimmen und kehrte somit als Letzte, schwer erschöpft, zum Bus zurück. In Calella nutzten wir die Zeit vor dem Abendessen, um noch mal durch die Altstadt zu schlendern, an den Strand zu gehen oder uns im Hotel auszuruhen.

Viel zu schnell war er auch schon da, der Tag am Strand von Calella und damit unser letzter Tag in Spanien. Zur Begeisterung aller konnten wir im Vergleich zu den vorherigen Tagen ausschlafen. Wir liefen zusammen zum Wassersportzentrum von Calella, um dort zwei Stunden Stand-Up Paddeling und Kajak zu fahren. Zuerst wurde jede mit einer Schwimmweste ausgestattet, bevor wir dann alle (inklusive Lehrerinnen) eine Einweisung bekamen und uns auf die Kajaks und Stand-Up Bretter aufteilten. Auf dem Wasser tat sich die Q12 am Anfang etwas schwer, doch je länger wir übten, desto besser klappte es. Nach ein paar Wettrennen, fingen die Wassersportleiter an, unsere Boote zu kentern, was wir ihnen natürlich heimzahlen wollten (allerdings klappte das nicht sonderlich gut). Nach der Rangelei um die Boote und einem kleinen Spiel, war die Zeit auf dem Wasser schon vorbei. Nach der Mittagspause trafen wir uns um 15 Uhr zum Ausklingen der Fahrt am Strand, um gemeinsam nochmal schwimmen zu gehen und Volleyball zu spielen. Nach dem Abendessen wurden die Koffer gepackt und ein wenig wehmütig die Heimfahrt erwartet. Um 4 Uhr (NACHTS) scheuchten uns unsere Lehrerinnen aus den Zimmern und kontrollierten diese. Nachdem auch Günther mit seinem Bus da war und wir die Koffer eingeladen hatten, sagten wir Spanien auf Wiedersehen und fuhren der Heimat entgegen. Die Rückfahrt nach Deutschland zog sich durch die kurze Nacht ziemlich und so versuchten wir uns mit vielen Filmen, u.a. zwei High School Musical Filmen, bei welchen lautstark mitgesungen wurde, die Zeit zu vertreiben. Gegen 22:30 Uhr erreichten wir die MWS und verließen todmüde den Bus, mit vielen neu gewonnenen Eindrücken und letztlich irgendwie auch froh wieder daheim zu sein.

Für die tolle Organisation und die wunderbare Zeit bedanken wir uns ganz besonders bei unseren Lehrerinnen Frau Körner, Frau Jäkel, Frau Müller und Frau Kleinschnitz.

 

Clara Hartmann, Q12


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