Ablauf

„Mutige Journalisten – Vortrag und Diskussion mit Reporter ohne Grenzen e.V.“  Referent: Christian Mihr

Do, 19.11.2015, Ort: JUZ, Aschaffenburg

Das Publikum setzte sich aus Vertretern verschiedener Aschaffenburger Schulen zusammen. Unsere Gruppe, die AK-Homepage der MWS, wurde begleitet von Dr. K. Barth

Aus der Sicht unserer Gruppe lief dieser Nachmittag folgendermaßen ab:

14:00 - Eröffnung der Veranstaltung durch Tilo Hartig (Sprecher des AK Medien) und Wolfgang Gerte (Aschaffenburger Mutig-Preis)

14:10 - Der diesjährige designierte Preisträger des Aschaffenburger Mutig-Preises, Christian Mihr, kommt zu Wort. Mihr ist Geschäftsführer der deutschen Zweigstelle von „Reporter ohne Grenzen“. Er stellt die Zielsetzung der Nicht-Regierungsorganisation vor. Sie setzt sich sowohl für Menschenrechte als auch für Pressefreiheit ein und beschäftigt sich insbesondere mit dem wichtigen Thema „Straflosigkeit“. Neben der konkreten Hilfe für Journalisten ist auch die Öffentlichkeitsarbeit betreffend dieser Themen ein gewichtiger Punkt.

14:50 - Aufteilung in Arbeitsgruppen

Jede Gruppe erhielt einen eigenen Arbeitsraum, sogar mit Türschild und persönlichem Betreuer, so dass man behaupten kann, dass jeder gut aufgehoben war.

Unsere Gruppe (AK Homepage) wurde betreut von Christoph Schlämmer, Sozialpädagoge und Mitarbeiter in der „Katakombe“ in Aschaffenburg.

Für unsere heutige Arbeit wurden 2 Schwerpunktthemen festgelegt: Darstellung der Organisation „Reporter ohne Grenzen e.V.“ und „Schilderung eines konkreten Fall-Beispiels“ (dem Reporter ohne Grenzen helfen konnte)

16:10 - Christian Mihr stattet unserer Gruppe einen Besuch ab. Bei dieser Gelegenheit konnten einige Frage, die sich während der Gruppenarbeit ergeben hatten, erfolgreich geklärt werden. Nach der Einarbeitung seiner Antworten wurde die Gruppenarbeit erfolgreich beendet.

16:40 - Abschluss-Treffen im Plenum: Kurze Vorstellung der Ergebnisse der verschiedenen Gruppen.

17:00 - Ende der Veranstaltung

Text: Schülergruppe MWS Homepage  LK + webadmin
Web-Darstellung: Schülergruppe MWS Homepage


Bilder des Events

 


 

Photos: Hr. Barth

Webdarstellung: MWS-Homepage Gruppe; LG AL


Reporter ohne Grenzen - Die Organisation


Die Presse- & Informationsfreiheit gilt heute für viele Reporter zu einem der Hauptthemen. Doch auch führt ihr Dasein eine verborgene Gefahr in sich. Denn heutzutage werden diese Rechte in vielen Ländern eingeschränkt beziehungsweise ganz eliminiert.
Den Reportern, die in solchen Gebieten verkehren und durch Berichte die gegen Staatliche Vorlagen verstoßen Probleme bekommen hilft die Organisation „Reporter ohne Grenzen“. Konkret unterstützen sie momentan besonders Korrespondenten in Syrien, Aserbaidschan und im Iran.

Die hauptsächlichen Hilfsangebote beinhalten beispielsweise die Aufklärung der Öffentlichkeit, Ersatz von beschlagnahmter oder zerstörter Ausrüstung, die Übernahme von Anwaltskosten, die Juristische Unterstützung von Journalisten, die vor Gericht gezwungen werden und Medizinische Versorgung nach körperlichen Übergriffen. Zudem unterstützen sie die Reporter, die durch die Ausführung ihres Berufs ihre Arbeit verloren und dadurch finanziell in eine Notlage geraten, sie klären diese über Datenschutz und ähnliche Themen auf und Ermöglichen denen die wegen Problemen in einem Land fliehen müssen Asyl.

Die Organisation selbst wurde 1985 in Paris unter dem Namen „Reporters sans frontiers“ gegründet und in ebendieser Stadt befindet sich auch heute noch der internationale Hauptsitz - ein Sekretariat zur Recherche und Koordination der Aktionen. Weitere Büros von „Reporter ohne Grenzen“ findet man auch in Berlin (Zweitgrößtes), Washington, Genf, Madrid, Tunesien und Stockholm. Doch viel wichtiger als die Niederlassungen sind die circa 150 Korrespondenten, die den Zusammenschluss in den jeweiligen Ländern vertreten.

Das deutsche Büro selbst befindet sich in der Hauptstadt unseres Landes, dort sind momentan 15 Personen beschäftigt.

Eine Möglichkeit die Taten zu unterstützen wäre es, sich ehrenamtlich zu betätigen. Dann akzeptiert „Reporter ohne Grenzen“ natürlich auch Spenden. Dies ist sowohl online über die Website als auch über die zwei Spendenkonten möglich. Die Homepage von "Reporter ohne Grenzen"  finden Sie hier.

Text: L.K.
Web-Darstellung: Schülergruppe MWS Homepage, L.K., A.L.; L.G.


Ein Beispiel: Nasiha Said

Reporter ohne Grenzen hilft: Nashia Said

Sie ist damalige Korrespondentin des Fernsehsenders France24 und des Radiosenders Monte Carlo Dualija. Sie gehört zu den Opfern eines brutalen Vorgehens. Saids Folterung wurde der erste Fall, der vor ein bahrainisches Gericht kam. 

Sie wurde geschlagen, gefoltert, gedemütigt und nach 11 Stunden entlassen. Sie musste Dokumente unterschreiben, die sie nicht lesen durfte. Am 22. März wurde sie vergewaltigt. Sie konnte die fünf Polizisten identifizieren die sie misshandelt haben. Sie legte Beschwerde beim Innenminister ein.

Said klagte im Januar 2012 die Initiative Media Legal Defence half ihr. Als die Journalistin im November 2014die Polizisten identifizieren sollte, die sie gefoltert und geschlagen haben, erkannte sie nur eine der drei Personen, die zur Gegenüberstellung aufgeboten wurden. Seit dem wartet sie darauf, dass die Justiz ernsthaft gegen die fünf Polizisten ermitteln, anstatt es bei ein paar Verhören zu belassen. Es gab noch weitere Vorfälle in Bahrain, sogar schlimmere.

Said ist entschlossen, ihre Arbeit als Journalistin fortzusetzen.

Die ganze Geschichte können Sie auf der Seite "Reporter ohne Grenzen" nachlesen.

Text + Web-Darstellung: Schülergruppe MWS Homepage