Amtseinführung Hr. Matheis

 

 

 

 

 

 

Amtseinführung Hr. Matheis

„Gewöhnliche Dinge gut tun“ –

Offizielle Amtseinführung von Patrick Matheis, Schulleiter der

Mädchenrealschule der Maria-Ward-Stiftung

am 16.10.2015

 

Den leitenden Gedanken Maria Wards „Gewöhnliche Dinge gut tun“ stellte Schwester Angela Fries als Motto ihren Einführungsworten voran. Schwester Angela (Congregatio Jesu) überreichte als Vorsitzende des Stiftungsrats der Maria-Ward-Stiftung Aschaffenburg Patrick Matheis das Schulsiegel und einen großen Schlüssel, Symbol für schulische Vollmacht. Wichtig für das Schulklima ist es, wie Menschen im Alltag miteinander umgehen, betonte Schwester Angela.

Den Einführungsworten Schwester Angelas vorausgegangen waren ein rhythmisch schwungvoller Willkommensgruß der School Stomp Gruppe unter der Leitung Daniela Karls und die Begrüßung der Anwesenden durch Realschulkonrektor Christof Popp. Im Anschluss an die offizielle Amtseinführung von Patrick Matheis brachten die Musiklehrkräfte der Realschule und des Gymnasiums der MWS unter der Leitung von Annette Schupp den 4. Satz aus dem Concerto in e-Moll von Georg Philipp Telemann zu Gehör.

Die Gäste aus Kirche und Politik betonten in ihren Grußworten ebenfalls, wie notwendig es sei, dass Menschen lernen, in Beziehung zu anderen Personen zu treten. Es darf keine Gesellschaft von „Ichlingen“ entstehen, führte Domdekan Prälat Günter Putz, Würzburg, aus. Maria Ward sei dereinst aus England angereist und habe unter anderem in Deutschland Schulen gegründet. Der heilige Patrick war von Irland aus aufgebrochen, um auf dem Kontinent zu missionieren. Sein Namensvetter sei nun dazu berufen, das Werk der Maria-Ward-Schwestern in Aschaffenburg zu bewahren und weiterzuführen. Karl-Heinz Lamprecht, Ministerialbeauftragter für die Realschulen in Unterfranken, hob hervor, dass Schule keine „reine Paukanstalt“ sein dürfe. Die Schüler und Schülerinnen müssten spüren, dass sie als Menschen angenommen seien. Gerade in Zeiten drohender Orientierungslosigkeit ist die Vermittlung von Grundwerten und –haltungen wichtig und notwendig.

Als Jugendliche fast ein bisschen neidisch auf Maria-Ward-Schülerinnen gewesen zu sein, gestand die Aschaffenburger Bürgermeisterin Jessica Euler. Sie selbst besuchte nicht das Gymnasium am Brentanoplatz, habe aber mit größtem Interesse von den Aktionen und Unternehmungen gehört, die den MWS-Schulalltag bereicherten.

Regierungsdirektor Gerald Rosel, der als Vertreter des Landkreises Miltenberg gekommen war, betonte die Wichtigkeit der Maria-Ward-Realschule. Da daran gedacht werde, andere Realschulen in Aschaffenburg zusammenzulegen, sei die MWS in Zukunft die echte einzige Mädchenrealschule.

Die Darbietung von „The Rose“, gesungen vom großen Schulchor unter der Leitung von Renate Binschek, leitete über zu den Grußworten der Schulfamilie. Stellvertretend für die Schülermitverantwortung sagten Elena Drößler und Johanna Rödel ein „herzliches Willkommen“. Patricia Fischer, Vorsitzende des Elternbeirats, überreichte Patrick Matheis ein Boot, verbunden mit dem Rat, bei Flaute nicht die Geduld zu verlieren. Eventuell gelte es auch, hohe Wellen bei stürmischer See zu meistern. Aber der Realschul-Chef sei nicht allein, die Schulfamilie halte zusammen, denn „wir sitzen schließlich alle in einem Boot“.

Dass Patrick Matheis für „unsere kirchliche Schule“ eine „ideale Fächerkombination“ habe – Musik und katholische Religion – hob Gerhard Neukamm, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, hervor; denn Musik und Religion seien untrennbar miteinander verbunden. Gemäß den Zeilen eines Kirchenliedes

„Singend lasst uns vor ihn treten,

mehr als Worte sagt ein Lied“

brachte der Chor von Lehrern und Lehrerinnen des MWS-Kollegiums den Rat zu Gehör:

„Always look on the bright side of life“.

Sichtlich beeindruckt bedankte sich Patrick Matheis für diese Darbietung und die geäußerten guten Wünsche der Vorredner und –rednerinnen. Er versprach, alles zu tun, um dem hohen Anspruch der MWS gerecht zu werden. Anknüpfend an die eingangs genannte Notwendigkeit menschlicher Beziehungen, betonte Matheis, er wolle eine Schule, in der nicht jeder nur auf sich selbst schaue. „Lassen Sie uns miteinander sprechen, nicht übereinander!“

Einen musikalischen „Rausschmeißer“ hatte sich Matheis als Abschluss der Feierstunde gewünscht. Temperamentvoll dargeboten wurde dieser mit „It’s time“ von der Schulband unter der Leitung von Michael Nötscher.

Text: Lydia Schwenold-Werlin

Web-Darstellung: MWS-Homepage AG AL