M-Projekttage

Mathematik, Kreativität und Mut

Mathematische Schülerprojekttage an der Uni Würzburg

Am 21. Juli machten wir, Rebecca Geis und Elisabeth Erber, uns morgens auf den Weg nach Würzburg, um eine Woche mit anderen mathematikbegeisterten 11. Klässlern an der Uni Würzburg zu verbringen.

Was im ersten Moment für viele schockierend klingen mag – bis zu 10 Stunden Mathe am Tag und dann noch mathematische Abendvorträge – stellte sich spätestens bei der Vorstellung der einzelnen Themengruppen als wahnsinnig interessant heraus. Mathematisches Papierfalten, Biosensorik, Roboter bauen oder Modellierung des Straßenverkehrs sind nun mal wirklich nicht die Themen, über die man sonst im Matheunterricht spricht.

Nach der Einteilung, basierend auf die vorher von uns angegebenen Interessengebiete, fand sich Rebecca in der Gruppe „Wie viele Wege führen nach Rom?“ und Elisabeth in „Mathematisches Papierfalten“ wieder. Was uns beiden anfangs wenig Begriff war entwickelte sich über die vier Tage, zu spannenden neuen Interessensgebieten.

Rebecca befasste sich in ihrer Gruppe mit Vernetzungen zwischen Städten, und dem Problem mit möglichst wenigem Umsteigen verschiedene Städte zu erreichen – Mathematik kann eben durchaus auch anwendungsbezogen sein.

Elisabeth lernte in ihrem Projekt einen relativ neuen Forschungszweig der Mathematik kennen: Mathematisches Papierfalten wird erst seit den 80er Jahren strukturiert erforscht und dient seitdem dazu, Probleme zu lösen an denen die traditionelle Konstruktion mit Zirkel und Lineal scheitert.

Wir hatten insgesamt eine wunderbare Woche, in der wir viel gelernt, aber auch viel erlebt haben. Das gute Essen im Schönstadtheim, in dem wir gewohnt haben; das erste Mal wie „Studenten“ an der Uni fühlen; Geburtstage, die abends mit Wunderkerzen in den Würzburger Weinbergen gefeiert wurden; gemeinsames Musizieren; Austausch mit anderen Gruppen; die Endpräsentation unserer Ergebnisse im Hörsaal vor allen anderen Teilnehmern, sowie unseren Betreuern, Eltern und anderen Interessierten; neue gewonnene Freundschaft… das alles sind Erinnerungen, die uns sicher noch lange erhalten bleiben werden.

Aber das Wichtigste, was wir aus der Woche behalten haben ist sicherlich, dass Mathematik eben nicht stures Rechnen bedeutet, sondern Kreativität und Mut, mit denen man an neue Probleme herangehen muss.

Text: Elisabeth Erber Q12, Web-Darstellung: MWS-Homepage, LG