Landshut

#SELFIE

 

 

 

 

Alles Gute zum Geburtstag!

Ein gymnasialer Zweig feiert Geburtstag

Maria-Ward-Schülerinnen bei der Feier: 50 Jahre Sozialwissenschaftliche Gymnasien in Bayern

 

Am 18. September 2015 folgten Schülerinnen der 9. und 10. Klasse des Maria-Ward-Mädchengymnasiums in Begleitung des Direktors Kai Richter und der Sozialkundelehrkräfte Sieglinde Bauer und Ellen Banhold der Einladung des Kultusministeriums nach Landshut, um im Bildungszentrum des Klosters Seligenthal den 50. Geburtstag des sozialwissenschaftlichen Gymnasialzweiges in Bayern zu feiern.

Die Gastgeber führten im Jahr 1965 an ihrem Gymnasium als eines der ersten in Bayern den sozialwissenschaftlichen Zweig ein. Das damalige vorrangige Ziel, die gymnasiale Mädchenbildung voranzutreiben, hat sich bayernweit erfolgreich dahingehend weiterentwickelt, Schülerinnen und Schüler über Prozesse einer demokratischen Gesellschaft zu informieren und aktuelle, politische Bildung umfassend zu lehren.

Auch das Gymnasium der Maria-Ward-Schule in Aschaffenburg hat die inhaltliche Bedeutung dieses Angebots erkannt und den sozialwissenschaftlichen Zweig 2013 in ihr schulisches Angebot  aufgenommen. Die nach Landshut angereisten Gymnasien stellten ihre verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten des Zweigs an Stellwänden in der Mehrzweckhalle vor und präsentierten die Ergebnisse vielfältiger, schulischer Projekte aus den sozialwissenschaftlichen Fächern Sozialkunde und Sozialpraktische Grundbildung.

Die Schulleiterin von Seligenthal, Frau Ursula Weger, begrüßte die rund 700 Besucher und wandte sich mit dem Appell, die Förderung schulischer Rahmenbedingungen nicht zu vergessen, direkt an die Gäste aus der Politik. Daran anknüpfend betonte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer in seiner Festansprache die zukünftigen Aufgaben des bayerischen Schulsystems, wobei er sich besonders auf die aktuelle Flüchtlingssituation bezog und hier die anwesenden Jugendlichen ermunterte, bei der Lösung der Zukunftsaufgaben mitanzupacken. Gerade im sozialwissenschaftlichen Zweig fände, laut Seehofer, die Vermittlung der dafür notwendigen Kompetenzen statt und würde eine Bildungsumgebung in einer aufgeschlossenen und freiheitlichen Gesellschaft geschaffen.

Im anschließend von Herrn Friedrich Wölfl, Direktor des Elly-Heuss-Gymnasiums Weiden, moderierten Podiumsgespräch „Zur stillen Karriere eines gymnasialen Zweigs“ gaben Schulleiter und Schulleiterinnen ihr Wissen über die Anfänge, Gründe für die Einführung und den Erfolg des sozialwissenschaftlichen Gymnasiums weiter.

Abschließend würdigte Frau Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, in ihrem Vortrag „Vorbild Sozialwissenschaftliche Gymnasien“ den großen Erfolg dieses gymnasialen Zweiges. Dabei forderte sie vehement, durch eine höhere Gewichtung des Faches Sozialkunde auch in den anderen gymnasialen Zweigen sowie eine intensive Einbeziehung politischer Themen in allen Fächern die politische Urteilskraft bei den jungen Menschen zu stärken.

Anschließend nahm sich der Ministerpräsident noch die Zeit, um sich in das Gästebuch der Gastgeberschule einzutragen und mit den Schülern die beliebten „Selfies“ zu machen.

Inhalt: Vivien Brandt (9b) , Laura Abbruzzese (9b), Rosa-Marie Strecker (9b), Lisa-Marie Reincke (9b), E. Banhold

Web-Darstellung: MWS Homepagegruppe AL